
















Die meisten Menschen denken bei Gran Canaria nur an überfüllte Strände und Hotelresorts, aber das ist ein riesiger Irrtum. Diese Insel ist in Wirklichkeit ein wilder Miniaturkontinent, der förmlich nach einem unvergesslichen Roadtrip fernab der großen Touristenfallen schreit. In dieser ausgefeilten Reiseroute tauschen Sie Menschenmassen gegen tiefe Vulkankrater, dramatische Klippen über dem Atlantik und Streifzüge durch ruhige, historische Gassen. Der Plan ist so zusammengestellt, dass Sie das absolute Maximum aus der Insel herausholen, großartige Aussichten sowie fantastisches lokales Essen genießen und ihre raue, authentische Seite kennenlernen. Wenn Sie auf der Suche nach einem echten Abenteuer sind und nicht nach langweiligem Herumliegen am Pool, müssen Sie nur den Motor starten und losfahren!
Den ersten Tag geht man am besten etwas entspannter an. Nach der Ankunft, dem Erledigen aller Formalitäten am Flughafen und der Abholung des Mietwagens geht es weiter zur Unterkunft. Heute geht es nicht darum, Kilometer zu fressen oder Höhenmeter zu erklimmen, sondern sich erst einmal in Ruhe zu orientieren, auszupacken und die richtige Insel-Atmosphäre aufzusaugen. Ruh dich von der Reise aus und geh abends irgendwo in den Straßen ein erstes richtiges Abendessen genießen.
Holen Sie Ihren Mietwagen am Flughafen ab (gemäß den Anweisungen, die Sie vor dem Abflug erhalten) und machen Sie sich auf den Weg.
Um direkt in die kanarische Stimmung zu kommen, empfehle ich, in einem lokalen Restaurant einzukehren und zum Beispiel diese Klassiker zu bestellen:
Wenn Sie am ersten Abend nicht direkt ins Restaurant gehen möchten und lieber etwas aus Ihren eigenen Vorräten kochen wollen, eignet sich die Supermarktkette HiperDino Express hervorragend. Dort finden Sie problemlos alles Wichtige – von frischem Gebäck über Obst bis hin zu tollem spanischen Jamón und Käse. Diese Geschäfte haben zudem sehr kundenfreundliche Öffnungszeiten, meist täglich von 8:00 bis 22:00 Uhr.
Hier können Sie dies überprüfen.
Wichtiger Hinweis:
Was das Trinken angeht, denken Sie daran, dass Sie auf einer Insel sind – das Leitungswasser ist zwar trinkbar und wird regelmäßig kontrolliert, schmeckt aber wegen der Entsalzung nicht besonders gut. Aus eigener Erfahrung empfehle ich daher, direkt ausreichend Flaschenwasser in den Einkaufskorb zu legen.




Heute schöpfen Sie endlich das volle Potenzial Ihres Mietwagens aus, denn es geht los, um das Zentrum der Insel zu erobern! Lassen Sie die Küste hinter sich und bereiten Sie sich auf endlose kurvenreiche Straßen vor, die Sie zu den dramatischsten Landschaften Gran Canarias führen. Es erwarten Sie majestätische Berge, tiefe Schluchten und atemberaubende Aussichten, bei denen Sie am liebsten alle zwei Kilometer anhalten möchten. Das ist genau der Tag, an dem Sie am eigenen Leib spüren werden, warum die Insel als Miniaturkontinent bezeichnet wird – und das Steuer wird Ihr Ticket für das beste Abenteuer sein.
Dein Roadtrip beginnt mit einer Fahrt durch den Mirador Astronómico de la Degollada. Dieser Ort wird dich sofort umhauen – nicht umsonst wird er als "kanarischer Grand Canyon" oder "Tal der tausend Palmen" bezeichnet. Die Straße schlängelt sich hier wunderschön entlang einer riesigen, tiefen Schlucht, die von steilen Felsmassiven eingerahmt wird. Der Kontrast zwischen den trockenen Bergen und den sattgrünen Palmenoasen am Grund des Canyons ist absolut faszinierend. Unterwegs triffst du auf mehrere kleine Rastplätze und steinerne Aussichtspunkte direkt an der Straße. Zögere nicht, den Blinker zu setzen und anzuhalten. Es ist die beste Gelegenheit, den Motor kurz abzustellen, die klare Bergluft zu genießen und die ersten epischen Fotos zu machen.

Die Straße führt Sie anschließend direkt in eines der schönsten und authentischsten Dörfer der gesamten Insel. Fataga wirkt wie eine Offenbarung – inmitten rauer Berge finden Sie hier eine Oase voller traditioneller weißer Häuser mit Holzbalkonen und engen gepflasterten Gassen. Parken Sie Ihr Auto, gönnen Sie ihm eine Pause und tauchen Sie ein in die unglaublich friedliche Atmosphäre. Verpassen Sie auf keinen Fall einen kurzen Spaziergang zur kleinen Kirche San José und ich empfehle Ihnen besonders, in einem der kleinen Cafés vor Ort einzukehren. Einen ausgezeichneten Kaffee zu genießen und einfach nur die umliegenden Berge zu beobachten, ist die beste Art, neue Energie für den nächsten Aufstieg zu tanken.

Wanderung zum Roque Bentayga – ein verstecktes Juwel abseits der Massen
Von Fataga aus geht es weiter in die Berge, bis das beeindruckende Felsmassiv des Roque Bentayga vor dir auftaucht. Dieser Berg gehört zwar nicht zu den ganz großen Touristenmagneten der Insel, aber genau darin liegt sein riesiger Charme. Wenn du idealerweise vormittags zwischen 10 und 12 Uhr ankommst, entgehst du den Touristenströmen und hast mit etwas Glück diesen ganzen Prachtort ganz für dich allein.
Stell dich darauf ein, dass eine Wanderung auf dich wartet. Es geht ordentlich bergauf und festes Schuhwerk ist hier absolute Pflicht. Die Strecke beginnt gemütlich auf einem Asphaltweg, verwandelt sich aber bald in steiniges Gelände. Die kleine körperliche Anstrengung lohnt sich jedoch allemal. Kurz vor dem Gipfel erleichtern dir zudem ein Geländer und ein paar Treppen den Aufstieg, die dich direkt zu einem Punkt mit fantastischem Panorama führen.
Link zur Route hier.
💡 Reisetipp aus eigener Erfahrung:
Direkt unterhalb des Berges befindet sich ein offizieller Parkplatz, es kann jedoch vorkommen, dass er gerade geschlossen ist. Solltest du vor einer geschlossenen Schranke stehen, ist das überhaupt kein Problem. Du kannst das Auto einfach sicher davor am Straßenrand abstellen und den ersten Abschnitt bis zum Ausgangspunkt entspannt über die Asphaltstraße zu Fuß zurücklegen.

Bevor ihr euch auf den eigentlichen Aufstieg zum Roque Nublo macht, ist genau der richtige Zeitpunkt für ein ordentliches Mittagessen. Direkt auf dem Weg liegt das Bar-Restaurante Ayacata, das ein absolut idealer strategischer Anlaufpunkt ist. Erwartet hier keine überlaufene und überteuerte Touristenfalle, sondern ein ehrliches lokales Lokal, in dem ihr in relativer Ruhe sitzen könnt. Ich empfehle euch, aus ihrem Angebot an gegrillten Fleischspezialitäten oder traditionellen, deftigen kanarischen Gerichten zu wählen.
Von der Bentayga aus geht es weiter zum absoluten Wahrzeichen der Insel – dem beeindruckenden Felsenmonolithen Roque Nublo. Sobald Sie sicher geparkt haben, lassen Sie das Auto wieder stehen und machen sich zu Fuß auf den Weg zum Gipfel. Der Weg ist gut ausgeschildert und sorgt für eine angenehme Bewegung. Es erwarten Sie etwa 1,5 km.
Das eigentliche Highlight kommt jedoch, sobald Sie das Plateau am Fuße dieses riesigen, in den Himmel ragenden Felsens erreichen. Vor Ihnen eröffnen sich absolut herrliche Panoramen, die zu den besten auf ganz Gran Canaria gehören. Bei gutem Wetter reicht der Blick über tiefe Schluchten und Bergkämme bis zum Ozean, und oft zeigt sich am Horizont auch die Nachbarinsel Teneriffa mit dem majestätischen Vulkan Teide. Das ist genau der Moment, in dem man sich einfach auf einen Stein setzen, durchatmen und die unglaubliche Tiefe und Weite unter sich genießen kann.
Link zur Route hier.
Wenn Sie diesen atemberaubenden Anblick ausgiebig genossen und all die tollen Szenarien auf Fotos festgehalten haben, ist es an der Zeit, langsam zum Auto zurückzukehren. Danach erwartet Sie nur noch eine entspannte Fahrt aus den Bergen und die wohlverdiente Rückkehr zur Unterkunft, wo Sie in aller Ruhe all die großartigen Erlebnisse verarbeiten können, die Ihnen das Inselinnere heute beschert hat.




Nach der anspruchsvollen Bergwanderung gestern ist es an der Zeit, das Tempo ein wenig zu drosseln und sich selbst zu belohnen. Der heutige Roadtrip wird ein Fest für die Augen, ganz ohne mühsames Bergsteigen. Ihr fahrt an faszinierenden Naturwundern vorbei, schlendert durch die Gassen des schönsten Hafenstädtchens der Insel und könnt am Nachmittag einfach die Beine im warmen Sand ausstrecken. Packt eure Badesachen, Kameras und einen leeren Magen ein – heute geht es um pure Entspannung.
Deine erste Etappe führt dich zu einem einzigartigen Naturphänomen, das du direkt von der Straße aus bewundern kannst. Die Felsmassive von Los Azulejos werden dich mit ihren Farben überraschen – dank vulkanischer Aktivitäten und der Oxidation verschiedener Mineralien leuchten die Wände in Grün-, Blau-, Gelb- und Rottönen. Es sieht fast so aus, als hätte jemand einen riesigen Eimer Farbe über die Berge geschüttet. Halte einfach sicher an einer der breiteren Stellen am Straßenrand, schieße ein paar großartige Fotos vor dieser regenbogenfarbenen Kulisse und schon kannst du wieder ins Auto springen.

Vom Gebirge aus fahren Sie direkt an die Küste in das Städtchen Puerto de Mogán, das völlig zu Recht als das „Venedig der Kanaren“ bezeichnet wird. Vergessen Sie geschmacklose Hotelkomplexe, hier erwartet Sie eine fantastische Atmosphäre. Es erwarten Sie fotogene weiße Häuser mit bunten Rändern, Balkone, die buchstäblich mit einer Flut lila Bougainvillea-Blüten übersät sind, und Wasserkanäle, die sich mit dem Hafen verbinden. Nehmen Sie sich Zeit für einen gemütlichen Bummel durch die Gassen und vor allem – das ist der perfekte Moment für ein Mittagessen. Setzen Sie sich in eines der Restaurants am Hafen und genießen Sie zum Beispiel einen hervorragend gegrillten frischen Fisch oder Meeresfrüchte, es lohnt sich auf jeden Fall.

Mit vollem Bauch und nach einem ausgiebigen Spaziergang durch die kleine Stadt bleibt nur noch eines übrig – ab an den Strand. Nur ein kleines Stück von Puerto de Mogán entfernt liegt die künstlich angelegte Bucht Playa de Amadores. Es ist ein sehr angenehmer und weitläufiger Ort zum Entspannen, wo der Ozean dank der großen Wellenbrecher herrlich ruhig und frei von tückischen Strömungen ist. Es ist der absolut ideale Ort, um einfach dazuliegen, die Sonne die von der gestrigen Wanderung müden Muskeln aufwärmen zu lassen und zwischendurch eine Abkühlung im Wasser zu genießen. Kurz gesagt, ein perfekter und entspannter Ausklang für einen weiteren Tag auf der Insel.




Sie begeben sich in den Süden der Insel und tauschen festen Boden unter den Füßen gegen tiefen Sand. Es erwartet Sie das faszinierende Naturschutzgebiet (genau so wird dieses riesige geschützte Areal genannt) Dunas de Maspalomas. Dank der endlosen Hügel aus goldenem Sand werden Sie sich hier für einen Moment wie mitten in einer echten Wüste fühlen.
Als idealen und praktischen Ausgangspunkt empfehle ich, „Aparcamiento camellos maspalomas“ in das Navi einzugeben. Es handelt sich um einen Parkplatz am östlichen Rand des Naturschutzgebiets, direkt dort, wo die traditionellen Kamelritte starten. Hier ist die Parkplatzsituation oft entspannter als an den Hauptaussichtspunkten bei den großen Hotels. Sobald Sie das Auto abgeschlossen haben, sind Sie nach wenigen Schritten direkt im Sandmeer. Sie beginnen Ihre Entdeckungstour zwar aus einem etwas weniger überlaufenen Winkel ohne Menschenmassen, aber lassen Sie sich nicht täuschen – während Sie sich allmählich über die Sanddünen weiterbewegen, gelangen Sie fließend in das Herz der Dünenlandschaft zu den bekanntesten und meistfotografierten Kulissen. So genießen Sie das Gebiet ganz entspannt von den ruhigeren Plätzen bis hin zu den größten Highlights!

Es hängt ganz von deiner Energie ab, wie intensiv du die Gegend erkunden möchtest. Du kannst einen kurzen Spaziergang am Rand machen oder tiefer in das Zentrum der Dünen vordringen und dort einige Stunden verbringen. Das Gebiet ist riesig, daher findest du selbst an diesem bekannten Ort schnell völlig unberührte Stellen mit perfekten Sandwellen, sobald du ein wenig abseits gehst. Wenn du gerne fotografierst, wirst du hier voll auf deine Kosten kommen – die Szenerien sind absolut einzigartig.
Da du dich in offenem Gelände inmitten von Sand bewegst, solltest du dich darauf einstellen, dass es hier richtig heiß werden kann. Unterschätze auf keinen Fall deinen Wasservorrat, Sonnencreme und eine Kopfbedeckung. Ein riesiger Vorteil ist jedoch, dass diese ganze „Wüste“ direkt an der Küste liegt. Sobald du anfängst zu schwitzen, kannst du einfach hinunter zum Ozean laufen und dich direkt in den Wellen am Strand abkühlen.
Die besten Aufnahmen von unberührten Sandwellen bekommst du hier zwar nicht einfach so geschenkt, aber sobald du dich ein wenig tiefer hineinwagst und deinen eigenen Weg findest, wirst du mit absolut fantastischen Fotos belohnt.




Der heutige letzte Roadtrip dreht sich um die größten Kontraste, die die Insel zu bieten hat, und ein grandioses Finale erwartet euch. Ihr macht euch auf den Weg, um den raueren Norden und Westen zu erkunden, wo ihr einen riesigen Vulkankrater, bewundernswerte Architektur und die uralte Kultur der Ureinwohner entdecken werdet. Das Ganze rundet ihr dann an einem atemberaubenden Aussichtspunkt ab, der hoch über den steilen Klippen über dem tosenden Ozean thront. Macht euch bereit für eine großartige Fahrt, bei der sich die Kulisse hinter dem Fenster ständig verändern wird.
Starten Sie Ihren Tag mit einem Blick auf ein gewaltiges Naturphänomen. Die Caldera de Bandama ist ein atemberaubender, über einen Kilometer breiter und 200 Meter tiefer Vulkankrater, der von einer gigantischen Explosion aus alter Zeit zeugt. Sie können mit dem Auto über eine kurvige Straße bis direkt zum Gipfel des Pico de Bandama fahren. Der große Vorteil ist, dass Sie das Auto buchstäblich nur wenige Schritte von der Aussichtsplattform entfernt parken können, sodass Sie das fantastische Panorama völlig mühelos erreichen können.
Von dort aus haben Sie nicht nur einen fantastischen Blick auf die weite Umgebung und die Ostküste der Insel, sondern vor allem direkt in die steilen Tiefen des Kraters. Wenn Sie hinunterblicken, werden Sie überrascht sein, wie grün der riesige Vulkangrund ist, und bei genauerem Hinsehen können Sie sogar Spuren alter Terrassenfelder und ein verlassenes historisches Gehöft erkennen. Es ist ein faszinierender Ort, an dem man die enorme Kraft der Natur, die ganz Gran Canaria geformt hat, voll und ganz begreifen kann. Sobald Sie sich an der Aussicht sattgesehen haben, steigen Sie wieder ins Auto und machen sich auf den Weg in die historische Stadt Arucas.

Obwohl sie bei den Leuten und in Reiseführern allgemein als Kathedrale bezeichnet wird, handelt es sich offiziell um eine Pfarrkirche. Dennoch ist dieses Bauwerk die absolute und unübersehbare Dominante der gesamten Stadt. Es ist komplett aus dunklem vulkanischem Basalt im wunderschönen neugotischen Stil erbaut, was es unglaublich majestätisch, leicht düster und fast wie aus einem Fantasy-Film entsprungen wirken lässt. Gehen Sie unbedingt einmal ganz nah um sie herum und werfen Sie einen Blick hinein, falls sie geöffnet ist. Erst aus der Nähe werden Sie die unglaublich präzise und detailreiche Steinmetzarbeit der örtlichen Meister sowie die wunderschönen bunten Glasfenster, durch die das Sonnenlicht ins Innere dringt, richtig zu schätzen wissen.

Wenn Sie sich nach der Bewunderung der steinernen Denkmäler eine Weile ausruhen möchten, ist der Stadtpark (Parque Municipal de Arucas) genau der richtige Ort dafür. Der Eintritt ist völlig frei und er wirkt im Grunde wie ein kleinerer, aber umso gepflegterer botanischer Garten. Das Hauptmerkmal, das hier die Aufmerksamkeit auf sich zieht, sind die atemberaubenden und exotisch aussehenden Drachenbäume, die für die Kanarischen Inseln so typisch sind. Besonders für Liebhaber von Natur und Bäumen ist es absolut faszinierend, ihre mächtigen schirmartigen Kronen und die erstaunlich verschlungene Struktur des Stammes zu betrachten. Der Park bietet viele Bänke und gepflegte Wege, sodass es ein idealer und ruhiger Ort ist, an dem Sie sich in den Schatten zurückziehen und einfach entspannen können, bevor Sie weiter auf Entdeckungstour gehen.

Direkt gegenüber dem Park (oder nur einen Katzensprung von der Kathedrale entfernt) stoßen Sie auf eines der bedeutendsten und schönsten Gebäude der Stadt – die Heredad de Aguas de Arucas y Firgas. Diese historische Institution war einst für das Wichtigste überhaupt zuständig: die Verwaltung und Verteilung des überaus wertvollen Wassers für die gesamte umliegende Region.
Auf den ersten Blick besticht das Gebäude durch seine majestätische Fassade mit der unübersehbaren Uhr und dem Glockenturm. Bei näherem Hinsehen werden Sie die unglaubliche Präzision und das handwerkliche Geschick bewundern, mit denen das gesamte Bauwerk errichtet wurde. Es ist ein absolutes Meisterwerk der manuellen Bearbeitung des lokalen dunklen Basalts. Der Detailreichtum, die klaren Linien und die Symmetrie, die die damaligen Meister aus einem so harten und widerspenstigen Material von Hand herausgearbeitet haben, sind wirklich faszinierend. Es ist genau die Art von Gebäude, bei der man innehalten und die ehrlich geleistete Handwerksarbeit mit Respekt bestaunen muss.
Dank seiner entspannten Atmosphäre ist Arucas der ideale Ort für eine gemütliche Essenspause. Sie werden genügend Zeit haben, um in Ruhe zu sitzen. Wenn Sie also einen konkreten Tipp suchen, wo Sie garantiert gut essen, probieren Sie das Restaurant Chef and Pizza Arucas, wo Sie sich für den nächsten Teil Ihrer Reise hervorragend stärken können.

Von Arucas ist es nur eine kurze Fahrt in das benachbarte malerische Städtchen Firgas. Parken Sie hier und machen Sie sich auf den Weg zur einzigartigen Fußgängerzone Paseo de Canarias und Paseo de Gran Canaria. Hier finden Sie nämlich die Hauptattraktion – durch die ganze Straße zieht sich eine wunderschöne künstliche Wasserkaskade, die von bunten Mosaiken gesäumt ist. Was Sie aber am meisten beeindrucken wird, sind die auf dem Boden angelegten fantastischen 3D-Modelle aller Kanarischen Inseln. Sie können also direkt über den gesamten Archipel spazieren und ihn schön aus der Vogelperspektive betrachten. Es ist ein sehr origineller und ruhiger Ort, der definitiv Ihre Aufmerksamkeit und ein paar Fotos für Ihre Sammlung verdient.
Direkt am oberen Ende der Straße mit der Wasserkaskade und den 3D-Modellen der Inseln stoßen Sie auf die Kirche Iglesia de San Roque. Erwarten Sie kein riesiges, mit Gold überladenes Denkmal, sondern eher ein Beispiel für ehrliche lokale Architektur. Das Interessanteste verbirgt sich im Inneren – wenn Sie präzise Handarbeit zu schätzen wissen, wird Sie die wunderschöne, detailreich gearbeitete Holzdecke sicherlich begeistern. In Kombination mit den massiven Trageelementen und den Details aus dunklem Vulkangestein ist es ein großartiges Beispiel dafür, wie die damaligen Meister von Hand mit völlig rohen Naturmaterialien arbeiten konnten. Es ist ein kurzer, aber visuell sehr interessanter Zwischenstopp.

Jetzt geht es tief in die Geschichte der Insel. Cenobio de Valerón ist eine faszinierende archäologische Stätte und ein riesiger Komplex aus knapp dreihundert Höhlen und Kammern, die hoch in den steilen Vulkanfelsen gehauen wurden. Die Ureinwohner der Insel (Guanchen) nutzten dieses ausgeklügelte System als geschützten und gut bewachten Getreidespeicher.
Die gesamte Tour auf dem befestigten Pfad mit Stufen entlang des Höhlenkomplexes dauert etwa eine Stunde – genau richtig, um den Ort zu erkunden und sich die Beine zu vertreten. Und noch ein kleiner praktischer Tipp: Wenn du einen gültigen ISIC-Studentenausweis hast, zeige ihn unbedingt an der Kasse vor, du erhältst einen netten Rabatt auf den Eintrittspreis.
Informationen zum Eintrittspreis findest du hier.

Das absolute Highlight des Tages erwartet dich ganz im Westen der Insel. Eine Fahrt über die malerische, wenn auch etwas kurvige Straße führt dich bis zum atemberaubenden Aussichtspunkt Mirador del Balcón. Rechne damit, dass dieser Ort besonders am Nachmittag sehr beliebt ist und sich hier viele Leute einfinden, um die Aussicht zu genießen. Aber keine Sorge – es gibt genügend Parkplätze, sodass du dein Auto bequem und kostenlos direkt an der Straße abstellen kannst, nur wenige Schritte von der Aussichtsplattform entfernt.
Und die ist es wert – sie ist so gebaut, dass sie über dem Abgrund am Rande steiler Klippen hängt, die hunderte Meter direkt in das wilde Wasser des Atlantiks abfallen. Wenn du dich an den Rand stellst und nach Süden blickst, eröffnet sich dir ein unglaublicher Anblick auf die faszinierende Linie der zerklüfteten Klippen. Aufgrund ihrer charakteristischen Zickzackform werden sie treffend "Drachenschwanz" (Cola de Dragón) genannt. Es ist ein unglaublich fotogener, windiger und rauer Ort, an dem du die gewaltige Kraft des Ozeans und der Natur hautnah spüren wirst. Die untergehende Nachmittagssonne sorgt hier zudem für ein wirklich magisches Lichtspiel.




Der letzte Tag steht zwar oft schon im Zeichen des Kofferpackens, aber wenn der Flieger erst abends geht, wäre es viel zu schade, die Zeit am Flughafen abzusitzen. Nutze die letzten Stunden lieber, um dich nochmal richtig zu entspannen und dich gebührend von der Insel zu verabschieden.
Du kannst zu einem ruhigeren Strand abseits der überfüllten Touristenzentren fahren, wo nicht alles völlig überlaufen ist. Es ist die perfekte Gelegenheit für ein letztes Bad im Ozean, einen entspannten Spaziergang an der Küste und um die lokale Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.
Vor der eigentlichen Reise lohnt es sich auf jeden Fall, in einem der lokalen Restaurants einzukehren. Sich auf überteuerte Flughafen-Baguettes zu verlassen, lohnt sich meist nicht, daher ist es viel besser, in Ruhe etwas Anständiges zu essen – wie zum Beispiel ein ordentliches Rindersteak vom Lavagrill, traditionelle kanarische Kartoffeln mit Mojo-Soße oder einen frischen Fisch.

Gran Canaria wird manchmal als reine Stranddestination abgestempelt, aber dieser Roadtrip hat dir hoffentlich ihr wahres Gesicht gezeigt. Es ist ein echter Miniaturkontinent, auf dem man innerhalb einer einzigen Stunde Fahrt von wilden Ozeanklippen über tiefe Vulkankrater bis hinauf in majestätische Berge gelangen kann.
Das Ziel dieses Plans war es nicht, dich von einer überfüllten Attraktion zur nächsten zu jagen, sondern dir die Insel in ihrer rauen Schönheit zu zeigen. Orte zu finden, an denen du den größten Menschenmassen ausweichen, ehrliches Handwerk in historischen Gassen bewundern, dich bei Wanderungen auspowern und das alles anschließend in völliger Ruhe am Ozean bei gutem Essen auf dich wirken lassen kannst.
Egal, ob du am Rande eines Abgrunds am Mirador del Balcón stehst, dich unter Drachenbäumen ausruhst oder einfach nur die Atmosphäre verschlafener Dörfer in dich aufnimmst, ich hoffe, dass dir diese Reiseroute als bestes Sprungbrett für dein eigenes Abenteuer dient.
Also gute Reise, einen freien Kopf und genieße jeden Kilometer!
Die meisten Menschen denken bei Gran Canaria nur an überfüllte Strände und Hotelresorts, aber das ist ein riesiger Irrtum. Diese Insel ist in Wirklichkeit ein wilder Miniaturkontinent, der förmlich nach einem unvergesslichen Roadtrip fernab der großen Touristenfallen schreit. In dieser ausgefeilten Reiseroute tauschen Sie Menschenmassen gegen tiefe Vulkankrater, dramatische Klippen über dem Atlantik und Streifzüge durch ruhige, historische Gassen. Der Plan ist so zusammengestellt, dass Sie das absolute Maximum aus der Insel herausholen, großartige Aussichten sowie fantastisches lokales Essen genießen und ihre raue, authentische Seite kennenlernen. Wenn Sie auf der Suche nach einem echten Abenteuer sind und nicht nach langweiligem Herumliegen am Pool, müssen Sie nur den Motor starten und losfahren!
Den ersten Tag geht man am besten etwas entspannter an. Nach der Ankunft, dem Erledigen aller Formalitäten am Flughafen und der Abholung des Mietwagens geht es weiter zur Unterkunft. Heute geht es nicht darum, Kilometer zu fressen oder Höhenmeter zu erklimmen, sondern sich erst einmal in Ruhe zu orientieren, auszupacken und die richtige Insel-Atmosphäre aufzusaugen. Ruh dich von der Reise aus und geh abends irgendwo in den Straßen ein erstes richtiges Abendessen genießen.
Holen Sie Ihren Mietwagen am Flughafen ab (gemäß den Anweisungen, die Sie vor dem Abflug erhalten) und machen Sie sich auf den Weg.
Um direkt in die kanarische Stimmung zu kommen, empfehle ich, in einem lokalen Restaurant einzukehren und zum Beispiel diese Klassiker zu bestellen:
Wenn Sie am ersten Abend nicht direkt ins Restaurant gehen möchten und lieber etwas aus Ihren eigenen Vorräten kochen wollen, eignet sich die Supermarktkette HiperDino Express hervorragend. Dort finden Sie problemlos alles Wichtige – von frischem Gebäck über Obst bis hin zu tollem spanischen Jamón und Käse. Diese Geschäfte haben zudem sehr kundenfreundliche Öffnungszeiten, meist täglich von 8:00 bis 22:00 Uhr.
Hier können Sie dies überprüfen.
Wichtiger Hinweis:
Was das Trinken angeht, denken Sie daran, dass Sie auf einer Insel sind – das Leitungswasser ist zwar trinkbar und wird regelmäßig kontrolliert, schmeckt aber wegen der Entsalzung nicht besonders gut. Aus eigener Erfahrung empfehle ich daher, direkt ausreichend Flaschenwasser in den Einkaufskorb zu legen.




Heute schöpfen Sie endlich das volle Potenzial Ihres Mietwagens aus, denn es geht los, um das Zentrum der Insel zu erobern! Lassen Sie die Küste hinter sich und bereiten Sie sich auf endlose kurvenreiche Straßen vor, die Sie zu den dramatischsten Landschaften Gran Canarias führen. Es erwarten Sie majestätische Berge, tiefe Schluchten und atemberaubende Aussichten, bei denen Sie am liebsten alle zwei Kilometer anhalten möchten. Das ist genau der Tag, an dem Sie am eigenen Leib spüren werden, warum die Insel als Miniaturkontinent bezeichnet wird – und das Steuer wird Ihr Ticket für das beste Abenteuer sein.
Dein Roadtrip beginnt mit einer Fahrt durch den Mirador Astronómico de la Degollada. Dieser Ort wird dich sofort umhauen – nicht umsonst wird er als "kanarischer Grand Canyon" oder "Tal der tausend Palmen" bezeichnet. Die Straße schlängelt sich hier wunderschön entlang einer riesigen, tiefen Schlucht, die von steilen Felsmassiven eingerahmt wird. Der Kontrast zwischen den trockenen Bergen und den sattgrünen Palmenoasen am Grund des Canyons ist absolut faszinierend. Unterwegs triffst du auf mehrere kleine Rastplätze und steinerne Aussichtspunkte direkt an der Straße. Zögere nicht, den Blinker zu setzen und anzuhalten. Es ist die beste Gelegenheit, den Motor kurz abzustellen, die klare Bergluft zu genießen und die ersten epischen Fotos zu machen.

Die Straße führt Sie anschließend direkt in eines der schönsten und authentischsten Dörfer der gesamten Insel. Fataga wirkt wie eine Offenbarung – inmitten rauer Berge finden Sie hier eine Oase voller traditioneller weißer Häuser mit Holzbalkonen und engen gepflasterten Gassen. Parken Sie Ihr Auto, gönnen Sie ihm eine Pause und tauchen Sie ein in die unglaublich friedliche Atmosphäre. Verpassen Sie auf keinen Fall einen kurzen Spaziergang zur kleinen Kirche San José und ich empfehle Ihnen besonders, in einem der kleinen Cafés vor Ort einzukehren. Einen ausgezeichneten Kaffee zu genießen und einfach nur die umliegenden Berge zu beobachten, ist die beste Art, neue Energie für den nächsten Aufstieg zu tanken.

Wanderung zum Roque Bentayga – ein verstecktes Juwel abseits der Massen
Von Fataga aus geht es weiter in die Berge, bis das beeindruckende Felsmassiv des Roque Bentayga vor dir auftaucht. Dieser Berg gehört zwar nicht zu den ganz großen Touristenmagneten der Insel, aber genau darin liegt sein riesiger Charme. Wenn du idealerweise vormittags zwischen 10 und 12 Uhr ankommst, entgehst du den Touristenströmen und hast mit etwas Glück diesen ganzen Prachtort ganz für dich allein.
Stell dich darauf ein, dass eine Wanderung auf dich wartet. Es geht ordentlich bergauf und festes Schuhwerk ist hier absolute Pflicht. Die Strecke beginnt gemütlich auf einem Asphaltweg, verwandelt sich aber bald in steiniges Gelände. Die kleine körperliche Anstrengung lohnt sich jedoch allemal. Kurz vor dem Gipfel erleichtern dir zudem ein Geländer und ein paar Treppen den Aufstieg, die dich direkt zu einem Punkt mit fantastischem Panorama führen.
Link zur Route hier.
💡 Reisetipp aus eigener Erfahrung:
Direkt unterhalb des Berges befindet sich ein offizieller Parkplatz, es kann jedoch vorkommen, dass er gerade geschlossen ist. Solltest du vor einer geschlossenen Schranke stehen, ist das überhaupt kein Problem. Du kannst das Auto einfach sicher davor am Straßenrand abstellen und den ersten Abschnitt bis zum Ausgangspunkt entspannt über die Asphaltstraße zu Fuß zurücklegen.

Bevor ihr euch auf den eigentlichen Aufstieg zum Roque Nublo macht, ist genau der richtige Zeitpunkt für ein ordentliches Mittagessen. Direkt auf dem Weg liegt das Bar-Restaurante Ayacata, das ein absolut idealer strategischer Anlaufpunkt ist. Erwartet hier keine überlaufene und überteuerte Touristenfalle, sondern ein ehrliches lokales Lokal, in dem ihr in relativer Ruhe sitzen könnt. Ich empfehle euch, aus ihrem Angebot an gegrillten Fleischspezialitäten oder traditionellen, deftigen kanarischen Gerichten zu wählen.
Von der Bentayga aus geht es weiter zum absoluten Wahrzeichen der Insel – dem beeindruckenden Felsenmonolithen Roque Nublo. Sobald Sie sicher geparkt haben, lassen Sie das Auto wieder stehen und machen sich zu Fuß auf den Weg zum Gipfel. Der Weg ist gut ausgeschildert und sorgt für eine angenehme Bewegung. Es erwarten Sie etwa 1,5 km.
Das eigentliche Highlight kommt jedoch, sobald Sie das Plateau am Fuße dieses riesigen, in den Himmel ragenden Felsens erreichen. Vor Ihnen eröffnen sich absolut herrliche Panoramen, die zu den besten auf ganz Gran Canaria gehören. Bei gutem Wetter reicht der Blick über tiefe Schluchten und Bergkämme bis zum Ozean, und oft zeigt sich am Horizont auch die Nachbarinsel Teneriffa mit dem majestätischen Vulkan Teide. Das ist genau der Moment, in dem man sich einfach auf einen Stein setzen, durchatmen und die unglaubliche Tiefe und Weite unter sich genießen kann.
Link zur Route hier.
Wenn Sie diesen atemberaubenden Anblick ausgiebig genossen und all die tollen Szenarien auf Fotos festgehalten haben, ist es an der Zeit, langsam zum Auto zurückzukehren. Danach erwartet Sie nur noch eine entspannte Fahrt aus den Bergen und die wohlverdiente Rückkehr zur Unterkunft, wo Sie in aller Ruhe all die großartigen Erlebnisse verarbeiten können, die Ihnen das Inselinnere heute beschert hat.




Nach der anspruchsvollen Bergwanderung gestern ist es an der Zeit, das Tempo ein wenig zu drosseln und sich selbst zu belohnen. Der heutige Roadtrip wird ein Fest für die Augen, ganz ohne mühsames Bergsteigen. Ihr fahrt an faszinierenden Naturwundern vorbei, schlendert durch die Gassen des schönsten Hafenstädtchens der Insel und könnt am Nachmittag einfach die Beine im warmen Sand ausstrecken. Packt eure Badesachen, Kameras und einen leeren Magen ein – heute geht es um pure Entspannung.
Deine erste Etappe führt dich zu einem einzigartigen Naturphänomen, das du direkt von der Straße aus bewundern kannst. Die Felsmassive von Los Azulejos werden dich mit ihren Farben überraschen – dank vulkanischer Aktivitäten und der Oxidation verschiedener Mineralien leuchten die Wände in Grün-, Blau-, Gelb- und Rottönen. Es sieht fast so aus, als hätte jemand einen riesigen Eimer Farbe über die Berge geschüttet. Halte einfach sicher an einer der breiteren Stellen am Straßenrand, schieße ein paar großartige Fotos vor dieser regenbogenfarbenen Kulisse und schon kannst du wieder ins Auto springen.

Vom Gebirge aus fahren Sie direkt an die Küste in das Städtchen Puerto de Mogán, das völlig zu Recht als das „Venedig der Kanaren“ bezeichnet wird. Vergessen Sie geschmacklose Hotelkomplexe, hier erwartet Sie eine fantastische Atmosphäre. Es erwarten Sie fotogene weiße Häuser mit bunten Rändern, Balkone, die buchstäblich mit einer Flut lila Bougainvillea-Blüten übersät sind, und Wasserkanäle, die sich mit dem Hafen verbinden. Nehmen Sie sich Zeit für einen gemütlichen Bummel durch die Gassen und vor allem – das ist der perfekte Moment für ein Mittagessen. Setzen Sie sich in eines der Restaurants am Hafen und genießen Sie zum Beispiel einen hervorragend gegrillten frischen Fisch oder Meeresfrüchte, es lohnt sich auf jeden Fall.

Mit vollem Bauch und nach einem ausgiebigen Spaziergang durch die kleine Stadt bleibt nur noch eines übrig – ab an den Strand. Nur ein kleines Stück von Puerto de Mogán entfernt liegt die künstlich angelegte Bucht Playa de Amadores. Es ist ein sehr angenehmer und weitläufiger Ort zum Entspannen, wo der Ozean dank der großen Wellenbrecher herrlich ruhig und frei von tückischen Strömungen ist. Es ist der absolut ideale Ort, um einfach dazuliegen, die Sonne die von der gestrigen Wanderung müden Muskeln aufwärmen zu lassen und zwischendurch eine Abkühlung im Wasser zu genießen. Kurz gesagt, ein perfekter und entspannter Ausklang für einen weiteren Tag auf der Insel.




Sie begeben sich in den Süden der Insel und tauschen festen Boden unter den Füßen gegen tiefen Sand. Es erwartet Sie das faszinierende Naturschutzgebiet (genau so wird dieses riesige geschützte Areal genannt) Dunas de Maspalomas. Dank der endlosen Hügel aus goldenem Sand werden Sie sich hier für einen Moment wie mitten in einer echten Wüste fühlen.
Als idealen und praktischen Ausgangspunkt empfehle ich, „Aparcamiento camellos maspalomas“ in das Navi einzugeben. Es handelt sich um einen Parkplatz am östlichen Rand des Naturschutzgebiets, direkt dort, wo die traditionellen Kamelritte starten. Hier ist die Parkplatzsituation oft entspannter als an den Hauptaussichtspunkten bei den großen Hotels. Sobald Sie das Auto abgeschlossen haben, sind Sie nach wenigen Schritten direkt im Sandmeer. Sie beginnen Ihre Entdeckungstour zwar aus einem etwas weniger überlaufenen Winkel ohne Menschenmassen, aber lassen Sie sich nicht täuschen – während Sie sich allmählich über die Sanddünen weiterbewegen, gelangen Sie fließend in das Herz der Dünenlandschaft zu den bekanntesten und meistfotografierten Kulissen. So genießen Sie das Gebiet ganz entspannt von den ruhigeren Plätzen bis hin zu den größten Highlights!

Es hängt ganz von deiner Energie ab, wie intensiv du die Gegend erkunden möchtest. Du kannst einen kurzen Spaziergang am Rand machen oder tiefer in das Zentrum der Dünen vordringen und dort einige Stunden verbringen. Das Gebiet ist riesig, daher findest du selbst an diesem bekannten Ort schnell völlig unberührte Stellen mit perfekten Sandwellen, sobald du ein wenig abseits gehst. Wenn du gerne fotografierst, wirst du hier voll auf deine Kosten kommen – die Szenerien sind absolut einzigartig.
Da du dich in offenem Gelände inmitten von Sand bewegst, solltest du dich darauf einstellen, dass es hier richtig heiß werden kann. Unterschätze auf keinen Fall deinen Wasservorrat, Sonnencreme und eine Kopfbedeckung. Ein riesiger Vorteil ist jedoch, dass diese ganze „Wüste“ direkt an der Küste liegt. Sobald du anfängst zu schwitzen, kannst du einfach hinunter zum Ozean laufen und dich direkt in den Wellen am Strand abkühlen.
Die besten Aufnahmen von unberührten Sandwellen bekommst du hier zwar nicht einfach so geschenkt, aber sobald du dich ein wenig tiefer hineinwagst und deinen eigenen Weg findest, wirst du mit absolut fantastischen Fotos belohnt.




Der heutige letzte Roadtrip dreht sich um die größten Kontraste, die die Insel zu bieten hat, und ein grandioses Finale erwartet euch. Ihr macht euch auf den Weg, um den raueren Norden und Westen zu erkunden, wo ihr einen riesigen Vulkankrater, bewundernswerte Architektur und die uralte Kultur der Ureinwohner entdecken werdet. Das Ganze rundet ihr dann an einem atemberaubenden Aussichtspunkt ab, der hoch über den steilen Klippen über dem tosenden Ozean thront. Macht euch bereit für eine großartige Fahrt, bei der sich die Kulisse hinter dem Fenster ständig verändern wird.
Starten Sie Ihren Tag mit einem Blick auf ein gewaltiges Naturphänomen. Die Caldera de Bandama ist ein atemberaubender, über einen Kilometer breiter und 200 Meter tiefer Vulkankrater, der von einer gigantischen Explosion aus alter Zeit zeugt. Sie können mit dem Auto über eine kurvige Straße bis direkt zum Gipfel des Pico de Bandama fahren. Der große Vorteil ist, dass Sie das Auto buchstäblich nur wenige Schritte von der Aussichtsplattform entfernt parken können, sodass Sie das fantastische Panorama völlig mühelos erreichen können.
Von dort aus haben Sie nicht nur einen fantastischen Blick auf die weite Umgebung und die Ostküste der Insel, sondern vor allem direkt in die steilen Tiefen des Kraters. Wenn Sie hinunterblicken, werden Sie überrascht sein, wie grün der riesige Vulkangrund ist, und bei genauerem Hinsehen können Sie sogar Spuren alter Terrassenfelder und ein verlassenes historisches Gehöft erkennen. Es ist ein faszinierender Ort, an dem man die enorme Kraft der Natur, die ganz Gran Canaria geformt hat, voll und ganz begreifen kann. Sobald Sie sich an der Aussicht sattgesehen haben, steigen Sie wieder ins Auto und machen sich auf den Weg in die historische Stadt Arucas.

Obwohl sie bei den Leuten und in Reiseführern allgemein als Kathedrale bezeichnet wird, handelt es sich offiziell um eine Pfarrkirche. Dennoch ist dieses Bauwerk die absolute und unübersehbare Dominante der gesamten Stadt. Es ist komplett aus dunklem vulkanischem Basalt im wunderschönen neugotischen Stil erbaut, was es unglaublich majestätisch, leicht düster und fast wie aus einem Fantasy-Film entsprungen wirken lässt. Gehen Sie unbedingt einmal ganz nah um sie herum und werfen Sie einen Blick hinein, falls sie geöffnet ist. Erst aus der Nähe werden Sie die unglaublich präzise und detailreiche Steinmetzarbeit der örtlichen Meister sowie die wunderschönen bunten Glasfenster, durch die das Sonnenlicht ins Innere dringt, richtig zu schätzen wissen.

Wenn Sie sich nach der Bewunderung der steinernen Denkmäler eine Weile ausruhen möchten, ist der Stadtpark (Parque Municipal de Arucas) genau der richtige Ort dafür. Der Eintritt ist völlig frei und er wirkt im Grunde wie ein kleinerer, aber umso gepflegterer botanischer Garten. Das Hauptmerkmal, das hier die Aufmerksamkeit auf sich zieht, sind die atemberaubenden und exotisch aussehenden Drachenbäume, die für die Kanarischen Inseln so typisch sind. Besonders für Liebhaber von Natur und Bäumen ist es absolut faszinierend, ihre mächtigen schirmartigen Kronen und die erstaunlich verschlungene Struktur des Stammes zu betrachten. Der Park bietet viele Bänke und gepflegte Wege, sodass es ein idealer und ruhiger Ort ist, an dem Sie sich in den Schatten zurückziehen und einfach entspannen können, bevor Sie weiter auf Entdeckungstour gehen.

Direkt gegenüber dem Park (oder nur einen Katzensprung von der Kathedrale entfernt) stoßen Sie auf eines der bedeutendsten und schönsten Gebäude der Stadt – die Heredad de Aguas de Arucas y Firgas. Diese historische Institution war einst für das Wichtigste überhaupt zuständig: die Verwaltung und Verteilung des überaus wertvollen Wassers für die gesamte umliegende Region.
Auf den ersten Blick besticht das Gebäude durch seine majestätische Fassade mit der unübersehbaren Uhr und dem Glockenturm. Bei näherem Hinsehen werden Sie die unglaubliche Präzision und das handwerkliche Geschick bewundern, mit denen das gesamte Bauwerk errichtet wurde. Es ist ein absolutes Meisterwerk der manuellen Bearbeitung des lokalen dunklen Basalts. Der Detailreichtum, die klaren Linien und die Symmetrie, die die damaligen Meister aus einem so harten und widerspenstigen Material von Hand herausgearbeitet haben, sind wirklich faszinierend. Es ist genau die Art von Gebäude, bei der man innehalten und die ehrlich geleistete Handwerksarbeit mit Respekt bestaunen muss.
Dank seiner entspannten Atmosphäre ist Arucas der ideale Ort für eine gemütliche Essenspause. Sie werden genügend Zeit haben, um in Ruhe zu sitzen. Wenn Sie also einen konkreten Tipp suchen, wo Sie garantiert gut essen, probieren Sie das Restaurant Chef and Pizza Arucas, wo Sie sich für den nächsten Teil Ihrer Reise hervorragend stärken können.

Von Arucas ist es nur eine kurze Fahrt in das benachbarte malerische Städtchen Firgas. Parken Sie hier und machen Sie sich auf den Weg zur einzigartigen Fußgängerzone Paseo de Canarias und Paseo de Gran Canaria. Hier finden Sie nämlich die Hauptattraktion – durch die ganze Straße zieht sich eine wunderschöne künstliche Wasserkaskade, die von bunten Mosaiken gesäumt ist. Was Sie aber am meisten beeindrucken wird, sind die auf dem Boden angelegten fantastischen 3D-Modelle aller Kanarischen Inseln. Sie können also direkt über den gesamten Archipel spazieren und ihn schön aus der Vogelperspektive betrachten. Es ist ein sehr origineller und ruhiger Ort, der definitiv Ihre Aufmerksamkeit und ein paar Fotos für Ihre Sammlung verdient.
Direkt am oberen Ende der Straße mit der Wasserkaskade und den 3D-Modellen der Inseln stoßen Sie auf die Kirche Iglesia de San Roque. Erwarten Sie kein riesiges, mit Gold überladenes Denkmal, sondern eher ein Beispiel für ehrliche lokale Architektur. Das Interessanteste verbirgt sich im Inneren – wenn Sie präzise Handarbeit zu schätzen wissen, wird Sie die wunderschöne, detailreich gearbeitete Holzdecke sicherlich begeistern. In Kombination mit den massiven Trageelementen und den Details aus dunklem Vulkangestein ist es ein großartiges Beispiel dafür, wie die damaligen Meister von Hand mit völlig rohen Naturmaterialien arbeiten konnten. Es ist ein kurzer, aber visuell sehr interessanter Zwischenstopp.

Jetzt geht es tief in die Geschichte der Insel. Cenobio de Valerón ist eine faszinierende archäologische Stätte und ein riesiger Komplex aus knapp dreihundert Höhlen und Kammern, die hoch in den steilen Vulkanfelsen gehauen wurden. Die Ureinwohner der Insel (Guanchen) nutzten dieses ausgeklügelte System als geschützten und gut bewachten Getreidespeicher.
Die gesamte Tour auf dem befestigten Pfad mit Stufen entlang des Höhlenkomplexes dauert etwa eine Stunde – genau richtig, um den Ort zu erkunden und sich die Beine zu vertreten. Und noch ein kleiner praktischer Tipp: Wenn du einen gültigen ISIC-Studentenausweis hast, zeige ihn unbedingt an der Kasse vor, du erhältst einen netten Rabatt auf den Eintrittspreis.
Informationen zum Eintrittspreis findest du hier.

Das absolute Highlight des Tages erwartet dich ganz im Westen der Insel. Eine Fahrt über die malerische, wenn auch etwas kurvige Straße führt dich bis zum atemberaubenden Aussichtspunkt Mirador del Balcón. Rechne damit, dass dieser Ort besonders am Nachmittag sehr beliebt ist und sich hier viele Leute einfinden, um die Aussicht zu genießen. Aber keine Sorge – es gibt genügend Parkplätze, sodass du dein Auto bequem und kostenlos direkt an der Straße abstellen kannst, nur wenige Schritte von der Aussichtsplattform entfernt.
Und die ist es wert – sie ist so gebaut, dass sie über dem Abgrund am Rande steiler Klippen hängt, die hunderte Meter direkt in das wilde Wasser des Atlantiks abfallen. Wenn du dich an den Rand stellst und nach Süden blickst, eröffnet sich dir ein unglaublicher Anblick auf die faszinierende Linie der zerklüfteten Klippen. Aufgrund ihrer charakteristischen Zickzackform werden sie treffend "Drachenschwanz" (Cola de Dragón) genannt. Es ist ein unglaublich fotogener, windiger und rauer Ort, an dem du die gewaltige Kraft des Ozeans und der Natur hautnah spüren wirst. Die untergehende Nachmittagssonne sorgt hier zudem für ein wirklich magisches Lichtspiel.




Der letzte Tag steht zwar oft schon im Zeichen des Kofferpackens, aber wenn der Flieger erst abends geht, wäre es viel zu schade, die Zeit am Flughafen abzusitzen. Nutze die letzten Stunden lieber, um dich nochmal richtig zu entspannen und dich gebührend von der Insel zu verabschieden.
Du kannst zu einem ruhigeren Strand abseits der überfüllten Touristenzentren fahren, wo nicht alles völlig überlaufen ist. Es ist die perfekte Gelegenheit für ein letztes Bad im Ozean, einen entspannten Spaziergang an der Küste und um die lokale Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.
Vor der eigentlichen Reise lohnt es sich auf jeden Fall, in einem der lokalen Restaurants einzukehren. Sich auf überteuerte Flughafen-Baguettes zu verlassen, lohnt sich meist nicht, daher ist es viel besser, in Ruhe etwas Anständiges zu essen – wie zum Beispiel ein ordentliches Rindersteak vom Lavagrill, traditionelle kanarische Kartoffeln mit Mojo-Soße oder einen frischen Fisch.

Gran Canaria wird manchmal als reine Stranddestination abgestempelt, aber dieser Roadtrip hat dir hoffentlich ihr wahres Gesicht gezeigt. Es ist ein echter Miniaturkontinent, auf dem man innerhalb einer einzigen Stunde Fahrt von wilden Ozeanklippen über tiefe Vulkankrater bis hinauf in majestätische Berge gelangen kann.
Das Ziel dieses Plans war es nicht, dich von einer überfüllten Attraktion zur nächsten zu jagen, sondern dir die Insel in ihrer rauen Schönheit zu zeigen. Orte zu finden, an denen du den größten Menschenmassen ausweichen, ehrliches Handwerk in historischen Gassen bewundern, dich bei Wanderungen auspowern und das alles anschließend in völliger Ruhe am Ozean bei gutem Essen auf dich wirken lassen kannst.
Egal, ob du am Rande eines Abgrunds am Mirador del Balcón stehst, dich unter Drachenbäumen ausruhst oder einfach nur die Atmosphäre verschlafener Dörfer in dich aufnimmst, ich hoffe, dass dir diese Reiseroute als bestes Sprungbrett für dein eigenes Abenteuer dient.
Also gute Reise, einen freien Kopf und genieße jeden Kilometer!

















Die meisten Menschen denken bei Gran Canaria nur an überfüllte Strände und Hotelresorts, aber das ist ein riesiger Irrtum. Diese Insel ist in Wirklichkeit ein wilder Miniaturkontinent, der förmlich nach einem unvergesslichen Roadtrip fernab der großen Touristenfallen schreit. In dieser ausgefeilten Reiseroute tauschen Sie Menschenmassen gegen tiefe Vulkankrater, dramatische Klippen über dem Atlantik und Streifzüge durch ruhige, historische Gassen. Der Plan ist so zusammengestellt, dass Sie das absolute Maximum aus der Insel herausholen, großartige Aussichten sowie fantastisches lokales Essen genießen und ihre raue, authentische Seite kennenlernen. Wenn Sie auf der Suche nach einem echten Abenteuer sind und nicht nach langweiligem Herumliegen am Pool, müssen Sie nur den Motor starten und losfahren!
Den ersten Tag geht man am besten etwas entspannter an. Nach der Ankunft, dem Erledigen aller Formalitäten am Flughafen und der Abholung des Mietwagens geht es weiter zur Unterkunft. Heute geht es nicht darum, Kilometer zu fressen oder Höhenmeter zu erklimmen, sondern sich erst einmal in Ruhe zu orientieren, auszupacken und die richtige Insel-Atmosphäre aufzusaugen. Ruh dich von der Reise aus und geh abends irgendwo in den Straßen ein erstes richtiges Abendessen genießen.
Holen Sie Ihren Mietwagen am Flughafen ab (gemäß den Anweisungen, die Sie vor dem Abflug erhalten) und machen Sie sich auf den Weg.
Um direkt in die kanarische Stimmung zu kommen, empfehle ich, in einem lokalen Restaurant einzukehren und zum Beispiel diese Klassiker zu bestellen:
Wenn Sie am ersten Abend nicht direkt ins Restaurant gehen möchten und lieber etwas aus Ihren eigenen Vorräten kochen wollen, eignet sich die Supermarktkette HiperDino Express hervorragend. Dort finden Sie problemlos alles Wichtige – von frischem Gebäck über Obst bis hin zu tollem spanischen Jamón und Käse. Diese Geschäfte haben zudem sehr kundenfreundliche Öffnungszeiten, meist täglich von 8:00 bis 22:00 Uhr.
Hier können Sie dies überprüfen.
Wichtiger Hinweis:
Was das Trinken angeht, denken Sie daran, dass Sie auf einer Insel sind – das Leitungswasser ist zwar trinkbar und wird regelmäßig kontrolliert, schmeckt aber wegen der Entsalzung nicht besonders gut. Aus eigener Erfahrung empfehle ich daher, direkt ausreichend Flaschenwasser in den Einkaufskorb zu legen.




Heute schöpfen Sie endlich das volle Potenzial Ihres Mietwagens aus, denn es geht los, um das Zentrum der Insel zu erobern! Lassen Sie die Küste hinter sich und bereiten Sie sich auf endlose kurvenreiche Straßen vor, die Sie zu den dramatischsten Landschaften Gran Canarias führen. Es erwarten Sie majestätische Berge, tiefe Schluchten und atemberaubende Aussichten, bei denen Sie am liebsten alle zwei Kilometer anhalten möchten. Das ist genau der Tag, an dem Sie am eigenen Leib spüren werden, warum die Insel als Miniaturkontinent bezeichnet wird – und das Steuer wird Ihr Ticket für das beste Abenteuer sein.
Dein Roadtrip beginnt mit einer Fahrt durch den Mirador Astronómico de la Degollada. Dieser Ort wird dich sofort umhauen – nicht umsonst wird er als "kanarischer Grand Canyon" oder "Tal der tausend Palmen" bezeichnet. Die Straße schlängelt sich hier wunderschön entlang einer riesigen, tiefen Schlucht, die von steilen Felsmassiven eingerahmt wird. Der Kontrast zwischen den trockenen Bergen und den sattgrünen Palmenoasen am Grund des Canyons ist absolut faszinierend. Unterwegs triffst du auf mehrere kleine Rastplätze und steinerne Aussichtspunkte direkt an der Straße. Zögere nicht, den Blinker zu setzen und anzuhalten. Es ist die beste Gelegenheit, den Motor kurz abzustellen, die klare Bergluft zu genießen und die ersten epischen Fotos zu machen.

Die Straße führt Sie anschließend direkt in eines der schönsten und authentischsten Dörfer der gesamten Insel. Fataga wirkt wie eine Offenbarung – inmitten rauer Berge finden Sie hier eine Oase voller traditioneller weißer Häuser mit Holzbalkonen und engen gepflasterten Gassen. Parken Sie Ihr Auto, gönnen Sie ihm eine Pause und tauchen Sie ein in die unglaublich friedliche Atmosphäre. Verpassen Sie auf keinen Fall einen kurzen Spaziergang zur kleinen Kirche San José und ich empfehle Ihnen besonders, in einem der kleinen Cafés vor Ort einzukehren. Einen ausgezeichneten Kaffee zu genießen und einfach nur die umliegenden Berge zu beobachten, ist die beste Art, neue Energie für den nächsten Aufstieg zu tanken.

Wanderung zum Roque Bentayga – ein verstecktes Juwel abseits der Massen
Von Fataga aus geht es weiter in die Berge, bis das beeindruckende Felsmassiv des Roque Bentayga vor dir auftaucht. Dieser Berg gehört zwar nicht zu den ganz großen Touristenmagneten der Insel, aber genau darin liegt sein riesiger Charme. Wenn du idealerweise vormittags zwischen 10 und 12 Uhr ankommst, entgehst du den Touristenströmen und hast mit etwas Glück diesen ganzen Prachtort ganz für dich allein.
Stell dich darauf ein, dass eine Wanderung auf dich wartet. Es geht ordentlich bergauf und festes Schuhwerk ist hier absolute Pflicht. Die Strecke beginnt gemütlich auf einem Asphaltweg, verwandelt sich aber bald in steiniges Gelände. Die kleine körperliche Anstrengung lohnt sich jedoch allemal. Kurz vor dem Gipfel erleichtern dir zudem ein Geländer und ein paar Treppen den Aufstieg, die dich direkt zu einem Punkt mit fantastischem Panorama führen.
Link zur Route hier.
💡 Reisetipp aus eigener Erfahrung:
Direkt unterhalb des Berges befindet sich ein offizieller Parkplatz, es kann jedoch vorkommen, dass er gerade geschlossen ist. Solltest du vor einer geschlossenen Schranke stehen, ist das überhaupt kein Problem. Du kannst das Auto einfach sicher davor am Straßenrand abstellen und den ersten Abschnitt bis zum Ausgangspunkt entspannt über die Asphaltstraße zu Fuß zurücklegen.

Bevor ihr euch auf den eigentlichen Aufstieg zum Roque Nublo macht, ist genau der richtige Zeitpunkt für ein ordentliches Mittagessen. Direkt auf dem Weg liegt das Bar-Restaurante Ayacata, das ein absolut idealer strategischer Anlaufpunkt ist. Erwartet hier keine überlaufene und überteuerte Touristenfalle, sondern ein ehrliches lokales Lokal, in dem ihr in relativer Ruhe sitzen könnt. Ich empfehle euch, aus ihrem Angebot an gegrillten Fleischspezialitäten oder traditionellen, deftigen kanarischen Gerichten zu wählen.
Von der Bentayga aus geht es weiter zum absoluten Wahrzeichen der Insel – dem beeindruckenden Felsenmonolithen Roque Nublo. Sobald Sie sicher geparkt haben, lassen Sie das Auto wieder stehen und machen sich zu Fuß auf den Weg zum Gipfel. Der Weg ist gut ausgeschildert und sorgt für eine angenehme Bewegung. Es erwarten Sie etwa 1,5 km.
Das eigentliche Highlight kommt jedoch, sobald Sie das Plateau am Fuße dieses riesigen, in den Himmel ragenden Felsens erreichen. Vor Ihnen eröffnen sich absolut herrliche Panoramen, die zu den besten auf ganz Gran Canaria gehören. Bei gutem Wetter reicht der Blick über tiefe Schluchten und Bergkämme bis zum Ozean, und oft zeigt sich am Horizont auch die Nachbarinsel Teneriffa mit dem majestätischen Vulkan Teide. Das ist genau der Moment, in dem man sich einfach auf einen Stein setzen, durchatmen und die unglaubliche Tiefe und Weite unter sich genießen kann.
Link zur Route hier.
Wenn Sie diesen atemberaubenden Anblick ausgiebig genossen und all die tollen Szenarien auf Fotos festgehalten haben, ist es an der Zeit, langsam zum Auto zurückzukehren. Danach erwartet Sie nur noch eine entspannte Fahrt aus den Bergen und die wohlverdiente Rückkehr zur Unterkunft, wo Sie in aller Ruhe all die großartigen Erlebnisse verarbeiten können, die Ihnen das Inselinnere heute beschert hat.




Nach der anspruchsvollen Bergwanderung gestern ist es an der Zeit, das Tempo ein wenig zu drosseln und sich selbst zu belohnen. Der heutige Roadtrip wird ein Fest für die Augen, ganz ohne mühsames Bergsteigen. Ihr fahrt an faszinierenden Naturwundern vorbei, schlendert durch die Gassen des schönsten Hafenstädtchens der Insel und könnt am Nachmittag einfach die Beine im warmen Sand ausstrecken. Packt eure Badesachen, Kameras und einen leeren Magen ein – heute geht es um pure Entspannung.
Deine erste Etappe führt dich zu einem einzigartigen Naturphänomen, das du direkt von der Straße aus bewundern kannst. Die Felsmassive von Los Azulejos werden dich mit ihren Farben überraschen – dank vulkanischer Aktivitäten und der Oxidation verschiedener Mineralien leuchten die Wände in Grün-, Blau-, Gelb- und Rottönen. Es sieht fast so aus, als hätte jemand einen riesigen Eimer Farbe über die Berge geschüttet. Halte einfach sicher an einer der breiteren Stellen am Straßenrand, schieße ein paar großartige Fotos vor dieser regenbogenfarbenen Kulisse und schon kannst du wieder ins Auto springen.

Vom Gebirge aus fahren Sie direkt an die Küste in das Städtchen Puerto de Mogán, das völlig zu Recht als das „Venedig der Kanaren“ bezeichnet wird. Vergessen Sie geschmacklose Hotelkomplexe, hier erwartet Sie eine fantastische Atmosphäre. Es erwarten Sie fotogene weiße Häuser mit bunten Rändern, Balkone, die buchstäblich mit einer Flut lila Bougainvillea-Blüten übersät sind, und Wasserkanäle, die sich mit dem Hafen verbinden. Nehmen Sie sich Zeit für einen gemütlichen Bummel durch die Gassen und vor allem – das ist der perfekte Moment für ein Mittagessen. Setzen Sie sich in eines der Restaurants am Hafen und genießen Sie zum Beispiel einen hervorragend gegrillten frischen Fisch oder Meeresfrüchte, es lohnt sich auf jeden Fall.

Mit vollem Bauch und nach einem ausgiebigen Spaziergang durch die kleine Stadt bleibt nur noch eines übrig – ab an den Strand. Nur ein kleines Stück von Puerto de Mogán entfernt liegt die künstlich angelegte Bucht Playa de Amadores. Es ist ein sehr angenehmer und weitläufiger Ort zum Entspannen, wo der Ozean dank der großen Wellenbrecher herrlich ruhig und frei von tückischen Strömungen ist. Es ist der absolut ideale Ort, um einfach dazuliegen, die Sonne die von der gestrigen Wanderung müden Muskeln aufwärmen zu lassen und zwischendurch eine Abkühlung im Wasser zu genießen. Kurz gesagt, ein perfekter und entspannter Ausklang für einen weiteren Tag auf der Insel.




Sie begeben sich in den Süden der Insel und tauschen festen Boden unter den Füßen gegen tiefen Sand. Es erwartet Sie das faszinierende Naturschutzgebiet (genau so wird dieses riesige geschützte Areal genannt) Dunas de Maspalomas. Dank der endlosen Hügel aus goldenem Sand werden Sie sich hier für einen Moment wie mitten in einer echten Wüste fühlen.
Als idealen und praktischen Ausgangspunkt empfehle ich, „Aparcamiento camellos maspalomas“ in das Navi einzugeben. Es handelt sich um einen Parkplatz am östlichen Rand des Naturschutzgebiets, direkt dort, wo die traditionellen Kamelritte starten. Hier ist die Parkplatzsituation oft entspannter als an den Hauptaussichtspunkten bei den großen Hotels. Sobald Sie das Auto abgeschlossen haben, sind Sie nach wenigen Schritten direkt im Sandmeer. Sie beginnen Ihre Entdeckungstour zwar aus einem etwas weniger überlaufenen Winkel ohne Menschenmassen, aber lassen Sie sich nicht täuschen – während Sie sich allmählich über die Sanddünen weiterbewegen, gelangen Sie fließend in das Herz der Dünenlandschaft zu den bekanntesten und meistfotografierten Kulissen. So genießen Sie das Gebiet ganz entspannt von den ruhigeren Plätzen bis hin zu den größten Highlights!

Es hängt ganz von deiner Energie ab, wie intensiv du die Gegend erkunden möchtest. Du kannst einen kurzen Spaziergang am Rand machen oder tiefer in das Zentrum der Dünen vordringen und dort einige Stunden verbringen. Das Gebiet ist riesig, daher findest du selbst an diesem bekannten Ort schnell völlig unberührte Stellen mit perfekten Sandwellen, sobald du ein wenig abseits gehst. Wenn du gerne fotografierst, wirst du hier voll auf deine Kosten kommen – die Szenerien sind absolut einzigartig.
Da du dich in offenem Gelände inmitten von Sand bewegst, solltest du dich darauf einstellen, dass es hier richtig heiß werden kann. Unterschätze auf keinen Fall deinen Wasservorrat, Sonnencreme und eine Kopfbedeckung. Ein riesiger Vorteil ist jedoch, dass diese ganze „Wüste“ direkt an der Küste liegt. Sobald du anfängst zu schwitzen, kannst du einfach hinunter zum Ozean laufen und dich direkt in den Wellen am Strand abkühlen.
Die besten Aufnahmen von unberührten Sandwellen bekommst du hier zwar nicht einfach so geschenkt, aber sobald du dich ein wenig tiefer hineinwagst und deinen eigenen Weg findest, wirst du mit absolut fantastischen Fotos belohnt.




Der heutige letzte Roadtrip dreht sich um die größten Kontraste, die die Insel zu bieten hat, und ein grandioses Finale erwartet euch. Ihr macht euch auf den Weg, um den raueren Norden und Westen zu erkunden, wo ihr einen riesigen Vulkankrater, bewundernswerte Architektur und die uralte Kultur der Ureinwohner entdecken werdet. Das Ganze rundet ihr dann an einem atemberaubenden Aussichtspunkt ab, der hoch über den steilen Klippen über dem tosenden Ozean thront. Macht euch bereit für eine großartige Fahrt, bei der sich die Kulisse hinter dem Fenster ständig verändern wird.
Starten Sie Ihren Tag mit einem Blick auf ein gewaltiges Naturphänomen. Die Caldera de Bandama ist ein atemberaubender, über einen Kilometer breiter und 200 Meter tiefer Vulkankrater, der von einer gigantischen Explosion aus alter Zeit zeugt. Sie können mit dem Auto über eine kurvige Straße bis direkt zum Gipfel des Pico de Bandama fahren. Der große Vorteil ist, dass Sie das Auto buchstäblich nur wenige Schritte von der Aussichtsplattform entfernt parken können, sodass Sie das fantastische Panorama völlig mühelos erreichen können.
Von dort aus haben Sie nicht nur einen fantastischen Blick auf die weite Umgebung und die Ostküste der Insel, sondern vor allem direkt in die steilen Tiefen des Kraters. Wenn Sie hinunterblicken, werden Sie überrascht sein, wie grün der riesige Vulkangrund ist, und bei genauerem Hinsehen können Sie sogar Spuren alter Terrassenfelder und ein verlassenes historisches Gehöft erkennen. Es ist ein faszinierender Ort, an dem man die enorme Kraft der Natur, die ganz Gran Canaria geformt hat, voll und ganz begreifen kann. Sobald Sie sich an der Aussicht sattgesehen haben, steigen Sie wieder ins Auto und machen sich auf den Weg in die historische Stadt Arucas.

Obwohl sie bei den Leuten und in Reiseführern allgemein als Kathedrale bezeichnet wird, handelt es sich offiziell um eine Pfarrkirche. Dennoch ist dieses Bauwerk die absolute und unübersehbare Dominante der gesamten Stadt. Es ist komplett aus dunklem vulkanischem Basalt im wunderschönen neugotischen Stil erbaut, was es unglaublich majestätisch, leicht düster und fast wie aus einem Fantasy-Film entsprungen wirken lässt. Gehen Sie unbedingt einmal ganz nah um sie herum und werfen Sie einen Blick hinein, falls sie geöffnet ist. Erst aus der Nähe werden Sie die unglaublich präzise und detailreiche Steinmetzarbeit der örtlichen Meister sowie die wunderschönen bunten Glasfenster, durch die das Sonnenlicht ins Innere dringt, richtig zu schätzen wissen.

Wenn Sie sich nach der Bewunderung der steinernen Denkmäler eine Weile ausruhen möchten, ist der Stadtpark (Parque Municipal de Arucas) genau der richtige Ort dafür. Der Eintritt ist völlig frei und er wirkt im Grunde wie ein kleinerer, aber umso gepflegterer botanischer Garten. Das Hauptmerkmal, das hier die Aufmerksamkeit auf sich zieht, sind die atemberaubenden und exotisch aussehenden Drachenbäume, die für die Kanarischen Inseln so typisch sind. Besonders für Liebhaber von Natur und Bäumen ist es absolut faszinierend, ihre mächtigen schirmartigen Kronen und die erstaunlich verschlungene Struktur des Stammes zu betrachten. Der Park bietet viele Bänke und gepflegte Wege, sodass es ein idealer und ruhiger Ort ist, an dem Sie sich in den Schatten zurückziehen und einfach entspannen können, bevor Sie weiter auf Entdeckungstour gehen.

Direkt gegenüber dem Park (oder nur einen Katzensprung von der Kathedrale entfernt) stoßen Sie auf eines der bedeutendsten und schönsten Gebäude der Stadt – die Heredad de Aguas de Arucas y Firgas. Diese historische Institution war einst für das Wichtigste überhaupt zuständig: die Verwaltung und Verteilung des überaus wertvollen Wassers für die gesamte umliegende Region.
Auf den ersten Blick besticht das Gebäude durch seine majestätische Fassade mit der unübersehbaren Uhr und dem Glockenturm. Bei näherem Hinsehen werden Sie die unglaubliche Präzision und das handwerkliche Geschick bewundern, mit denen das gesamte Bauwerk errichtet wurde. Es ist ein absolutes Meisterwerk der manuellen Bearbeitung des lokalen dunklen Basalts. Der Detailreichtum, die klaren Linien und die Symmetrie, die die damaligen Meister aus einem so harten und widerspenstigen Material von Hand herausgearbeitet haben, sind wirklich faszinierend. Es ist genau die Art von Gebäude, bei der man innehalten und die ehrlich geleistete Handwerksarbeit mit Respekt bestaunen muss.
Dank seiner entspannten Atmosphäre ist Arucas der ideale Ort für eine gemütliche Essenspause. Sie werden genügend Zeit haben, um in Ruhe zu sitzen. Wenn Sie also einen konkreten Tipp suchen, wo Sie garantiert gut essen, probieren Sie das Restaurant Chef and Pizza Arucas, wo Sie sich für den nächsten Teil Ihrer Reise hervorragend stärken können.

Von Arucas ist es nur eine kurze Fahrt in das benachbarte malerische Städtchen Firgas. Parken Sie hier und machen Sie sich auf den Weg zur einzigartigen Fußgängerzone Paseo de Canarias und Paseo de Gran Canaria. Hier finden Sie nämlich die Hauptattraktion – durch die ganze Straße zieht sich eine wunderschöne künstliche Wasserkaskade, die von bunten Mosaiken gesäumt ist. Was Sie aber am meisten beeindrucken wird, sind die auf dem Boden angelegten fantastischen 3D-Modelle aller Kanarischen Inseln. Sie können also direkt über den gesamten Archipel spazieren und ihn schön aus der Vogelperspektive betrachten. Es ist ein sehr origineller und ruhiger Ort, der definitiv Ihre Aufmerksamkeit und ein paar Fotos für Ihre Sammlung verdient.
Direkt am oberen Ende der Straße mit der Wasserkaskade und den 3D-Modellen der Inseln stoßen Sie auf die Kirche Iglesia de San Roque. Erwarten Sie kein riesiges, mit Gold überladenes Denkmal, sondern eher ein Beispiel für ehrliche lokale Architektur. Das Interessanteste verbirgt sich im Inneren – wenn Sie präzise Handarbeit zu schätzen wissen, wird Sie die wunderschöne, detailreich gearbeitete Holzdecke sicherlich begeistern. In Kombination mit den massiven Trageelementen und den Details aus dunklem Vulkangestein ist es ein großartiges Beispiel dafür, wie die damaligen Meister von Hand mit völlig rohen Naturmaterialien arbeiten konnten. Es ist ein kurzer, aber visuell sehr interessanter Zwischenstopp.

Jetzt geht es tief in die Geschichte der Insel. Cenobio de Valerón ist eine faszinierende archäologische Stätte und ein riesiger Komplex aus knapp dreihundert Höhlen und Kammern, die hoch in den steilen Vulkanfelsen gehauen wurden. Die Ureinwohner der Insel (Guanchen) nutzten dieses ausgeklügelte System als geschützten und gut bewachten Getreidespeicher.
Die gesamte Tour auf dem befestigten Pfad mit Stufen entlang des Höhlenkomplexes dauert etwa eine Stunde – genau richtig, um den Ort zu erkunden und sich die Beine zu vertreten. Und noch ein kleiner praktischer Tipp: Wenn du einen gültigen ISIC-Studentenausweis hast, zeige ihn unbedingt an der Kasse vor, du erhältst einen netten Rabatt auf den Eintrittspreis.
Informationen zum Eintrittspreis findest du hier.

Das absolute Highlight des Tages erwartet dich ganz im Westen der Insel. Eine Fahrt über die malerische, wenn auch etwas kurvige Straße führt dich bis zum atemberaubenden Aussichtspunkt Mirador del Balcón. Rechne damit, dass dieser Ort besonders am Nachmittag sehr beliebt ist und sich hier viele Leute einfinden, um die Aussicht zu genießen. Aber keine Sorge – es gibt genügend Parkplätze, sodass du dein Auto bequem und kostenlos direkt an der Straße abstellen kannst, nur wenige Schritte von der Aussichtsplattform entfernt.
Und die ist es wert – sie ist so gebaut, dass sie über dem Abgrund am Rande steiler Klippen hängt, die hunderte Meter direkt in das wilde Wasser des Atlantiks abfallen. Wenn du dich an den Rand stellst und nach Süden blickst, eröffnet sich dir ein unglaublicher Anblick auf die faszinierende Linie der zerklüfteten Klippen. Aufgrund ihrer charakteristischen Zickzackform werden sie treffend "Drachenschwanz" (Cola de Dragón) genannt. Es ist ein unglaublich fotogener, windiger und rauer Ort, an dem du die gewaltige Kraft des Ozeans und der Natur hautnah spüren wirst. Die untergehende Nachmittagssonne sorgt hier zudem für ein wirklich magisches Lichtspiel.




Der letzte Tag steht zwar oft schon im Zeichen des Kofferpackens, aber wenn der Flieger erst abends geht, wäre es viel zu schade, die Zeit am Flughafen abzusitzen. Nutze die letzten Stunden lieber, um dich nochmal richtig zu entspannen und dich gebührend von der Insel zu verabschieden.
Du kannst zu einem ruhigeren Strand abseits der überfüllten Touristenzentren fahren, wo nicht alles völlig überlaufen ist. Es ist die perfekte Gelegenheit für ein letztes Bad im Ozean, einen entspannten Spaziergang an der Küste und um die lokale Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.
Vor der eigentlichen Reise lohnt es sich auf jeden Fall, in einem der lokalen Restaurants einzukehren. Sich auf überteuerte Flughafen-Baguettes zu verlassen, lohnt sich meist nicht, daher ist es viel besser, in Ruhe etwas Anständiges zu essen – wie zum Beispiel ein ordentliches Rindersteak vom Lavagrill, traditionelle kanarische Kartoffeln mit Mojo-Soße oder einen frischen Fisch.

Gran Canaria wird manchmal als reine Stranddestination abgestempelt, aber dieser Roadtrip hat dir hoffentlich ihr wahres Gesicht gezeigt. Es ist ein echter Miniaturkontinent, auf dem man innerhalb einer einzigen Stunde Fahrt von wilden Ozeanklippen über tiefe Vulkankrater bis hinauf in majestätische Berge gelangen kann.
Das Ziel dieses Plans war es nicht, dich von einer überfüllten Attraktion zur nächsten zu jagen, sondern dir die Insel in ihrer rauen Schönheit zu zeigen. Orte zu finden, an denen du den größten Menschenmassen ausweichen, ehrliches Handwerk in historischen Gassen bewundern, dich bei Wanderungen auspowern und das alles anschließend in völliger Ruhe am Ozean bei gutem Essen auf dich wirken lassen kannst.
Egal, ob du am Rande eines Abgrunds am Mirador del Balcón stehst, dich unter Drachenbäumen ausruhst oder einfach nur die Atmosphäre verschlafener Dörfer in dich aufnimmst, ich hoffe, dass dir diese Reiseroute als bestes Sprungbrett für dein eigenes Abenteuer dient.
Also gute Reise, einen freien Kopf und genieße jeden Kilometer!
Die meisten Menschen denken bei Gran Canaria nur an überfüllte Strände und Hotelresorts, aber das ist ein riesiger Irrtum. Diese Insel ist in Wirklichkeit ein wilder Miniaturkontinent, der förmlich nach einem unvergesslichen Roadtrip fernab der großen Touristenfallen schreit. In dieser ausgefeilten Reiseroute tauschen Sie Menschenmassen gegen tiefe Vulkankrater, dramatische Klippen über dem Atlantik und Streifzüge durch ruhige, historische Gassen. Der Plan ist so zusammengestellt, dass Sie das absolute Maximum aus der Insel herausholen, großartige Aussichten sowie fantastisches lokales Essen genießen und ihre raue, authentische Seite kennenlernen. Wenn Sie auf der Suche nach einem echten Abenteuer sind und nicht nach langweiligem Herumliegen am Pool, müssen Sie nur den Motor starten und losfahren!
Den ersten Tag geht man am besten etwas entspannter an. Nach der Ankunft, dem Erledigen aller Formalitäten am Flughafen und der Abholung des Mietwagens geht es weiter zur Unterkunft. Heute geht es nicht darum, Kilometer zu fressen oder Höhenmeter zu erklimmen, sondern sich erst einmal in Ruhe zu orientieren, auszupacken und die richtige Insel-Atmosphäre aufzusaugen. Ruh dich von der Reise aus und geh abends irgendwo in den Straßen ein erstes richtiges Abendessen genießen.
Holen Sie Ihren Mietwagen am Flughafen ab (gemäß den Anweisungen, die Sie vor dem Abflug erhalten) und machen Sie sich auf den Weg.
Um direkt in die kanarische Stimmung zu kommen, empfehle ich, in einem lokalen Restaurant einzukehren und zum Beispiel diese Klassiker zu bestellen:
Wenn Sie am ersten Abend nicht direkt ins Restaurant gehen möchten und lieber etwas aus Ihren eigenen Vorräten kochen wollen, eignet sich die Supermarktkette HiperDino Express hervorragend. Dort finden Sie problemlos alles Wichtige – von frischem Gebäck über Obst bis hin zu tollem spanischen Jamón und Käse. Diese Geschäfte haben zudem sehr kundenfreundliche Öffnungszeiten, meist täglich von 8:00 bis 22:00 Uhr.
Hier können Sie dies überprüfen.
Wichtiger Hinweis:
Was das Trinken angeht, denken Sie daran, dass Sie auf einer Insel sind – das Leitungswasser ist zwar trinkbar und wird regelmäßig kontrolliert, schmeckt aber wegen der Entsalzung nicht besonders gut. Aus eigener Erfahrung empfehle ich daher, direkt ausreichend Flaschenwasser in den Einkaufskorb zu legen.




Heute schöpfen Sie endlich das volle Potenzial Ihres Mietwagens aus, denn es geht los, um das Zentrum der Insel zu erobern! Lassen Sie die Küste hinter sich und bereiten Sie sich auf endlose kurvenreiche Straßen vor, die Sie zu den dramatischsten Landschaften Gran Canarias führen. Es erwarten Sie majestätische Berge, tiefe Schluchten und atemberaubende Aussichten, bei denen Sie am liebsten alle zwei Kilometer anhalten möchten. Das ist genau der Tag, an dem Sie am eigenen Leib spüren werden, warum die Insel als Miniaturkontinent bezeichnet wird – und das Steuer wird Ihr Ticket für das beste Abenteuer sein.
Dein Roadtrip beginnt mit einer Fahrt durch den Mirador Astronómico de la Degollada. Dieser Ort wird dich sofort umhauen – nicht umsonst wird er als "kanarischer Grand Canyon" oder "Tal der tausend Palmen" bezeichnet. Die Straße schlängelt sich hier wunderschön entlang einer riesigen, tiefen Schlucht, die von steilen Felsmassiven eingerahmt wird. Der Kontrast zwischen den trockenen Bergen und den sattgrünen Palmenoasen am Grund des Canyons ist absolut faszinierend. Unterwegs triffst du auf mehrere kleine Rastplätze und steinerne Aussichtspunkte direkt an der Straße. Zögere nicht, den Blinker zu setzen und anzuhalten. Es ist die beste Gelegenheit, den Motor kurz abzustellen, die klare Bergluft zu genießen und die ersten epischen Fotos zu machen.

Die Straße führt Sie anschließend direkt in eines der schönsten und authentischsten Dörfer der gesamten Insel. Fataga wirkt wie eine Offenbarung – inmitten rauer Berge finden Sie hier eine Oase voller traditioneller weißer Häuser mit Holzbalkonen und engen gepflasterten Gassen. Parken Sie Ihr Auto, gönnen Sie ihm eine Pause und tauchen Sie ein in die unglaublich friedliche Atmosphäre. Verpassen Sie auf keinen Fall einen kurzen Spaziergang zur kleinen Kirche San José und ich empfehle Ihnen besonders, in einem der kleinen Cafés vor Ort einzukehren. Einen ausgezeichneten Kaffee zu genießen und einfach nur die umliegenden Berge zu beobachten, ist die beste Art, neue Energie für den nächsten Aufstieg zu tanken.

Wanderung zum Roque Bentayga – ein verstecktes Juwel abseits der Massen
Von Fataga aus geht es weiter in die Berge, bis das beeindruckende Felsmassiv des Roque Bentayga vor dir auftaucht. Dieser Berg gehört zwar nicht zu den ganz großen Touristenmagneten der Insel, aber genau darin liegt sein riesiger Charme. Wenn du idealerweise vormittags zwischen 10 und 12 Uhr ankommst, entgehst du den Touristenströmen und hast mit etwas Glück diesen ganzen Prachtort ganz für dich allein.
Stell dich darauf ein, dass eine Wanderung auf dich wartet. Es geht ordentlich bergauf und festes Schuhwerk ist hier absolute Pflicht. Die Strecke beginnt gemütlich auf einem Asphaltweg, verwandelt sich aber bald in steiniges Gelände. Die kleine körperliche Anstrengung lohnt sich jedoch allemal. Kurz vor dem Gipfel erleichtern dir zudem ein Geländer und ein paar Treppen den Aufstieg, die dich direkt zu einem Punkt mit fantastischem Panorama führen.
Link zur Route hier.
💡 Reisetipp aus eigener Erfahrung:
Direkt unterhalb des Berges befindet sich ein offizieller Parkplatz, es kann jedoch vorkommen, dass er gerade geschlossen ist. Solltest du vor einer geschlossenen Schranke stehen, ist das überhaupt kein Problem. Du kannst das Auto einfach sicher davor am Straßenrand abstellen und den ersten Abschnitt bis zum Ausgangspunkt entspannt über die Asphaltstraße zu Fuß zurücklegen.

Bevor ihr euch auf den eigentlichen Aufstieg zum Roque Nublo macht, ist genau der richtige Zeitpunkt für ein ordentliches Mittagessen. Direkt auf dem Weg liegt das Bar-Restaurante Ayacata, das ein absolut idealer strategischer Anlaufpunkt ist. Erwartet hier keine überlaufene und überteuerte Touristenfalle, sondern ein ehrliches lokales Lokal, in dem ihr in relativer Ruhe sitzen könnt. Ich empfehle euch, aus ihrem Angebot an gegrillten Fleischspezialitäten oder traditionellen, deftigen kanarischen Gerichten zu wählen.
Von der Bentayga aus geht es weiter zum absoluten Wahrzeichen der Insel – dem beeindruckenden Felsenmonolithen Roque Nublo. Sobald Sie sicher geparkt haben, lassen Sie das Auto wieder stehen und machen sich zu Fuß auf den Weg zum Gipfel. Der Weg ist gut ausgeschildert und sorgt für eine angenehme Bewegung. Es erwarten Sie etwa 1,5 km.
Das eigentliche Highlight kommt jedoch, sobald Sie das Plateau am Fuße dieses riesigen, in den Himmel ragenden Felsens erreichen. Vor Ihnen eröffnen sich absolut herrliche Panoramen, die zu den besten auf ganz Gran Canaria gehören. Bei gutem Wetter reicht der Blick über tiefe Schluchten und Bergkämme bis zum Ozean, und oft zeigt sich am Horizont auch die Nachbarinsel Teneriffa mit dem majestätischen Vulkan Teide. Das ist genau der Moment, in dem man sich einfach auf einen Stein setzen, durchatmen und die unglaubliche Tiefe und Weite unter sich genießen kann.
Link zur Route hier.
Wenn Sie diesen atemberaubenden Anblick ausgiebig genossen und all die tollen Szenarien auf Fotos festgehalten haben, ist es an der Zeit, langsam zum Auto zurückzukehren. Danach erwartet Sie nur noch eine entspannte Fahrt aus den Bergen und die wohlverdiente Rückkehr zur Unterkunft, wo Sie in aller Ruhe all die großartigen Erlebnisse verarbeiten können, die Ihnen das Inselinnere heute beschert hat.




Nach der anspruchsvollen Bergwanderung gestern ist es an der Zeit, das Tempo ein wenig zu drosseln und sich selbst zu belohnen. Der heutige Roadtrip wird ein Fest für die Augen, ganz ohne mühsames Bergsteigen. Ihr fahrt an faszinierenden Naturwundern vorbei, schlendert durch die Gassen des schönsten Hafenstädtchens der Insel und könnt am Nachmittag einfach die Beine im warmen Sand ausstrecken. Packt eure Badesachen, Kameras und einen leeren Magen ein – heute geht es um pure Entspannung.
Deine erste Etappe führt dich zu einem einzigartigen Naturphänomen, das du direkt von der Straße aus bewundern kannst. Die Felsmassive von Los Azulejos werden dich mit ihren Farben überraschen – dank vulkanischer Aktivitäten und der Oxidation verschiedener Mineralien leuchten die Wände in Grün-, Blau-, Gelb- und Rottönen. Es sieht fast so aus, als hätte jemand einen riesigen Eimer Farbe über die Berge geschüttet. Halte einfach sicher an einer der breiteren Stellen am Straßenrand, schieße ein paar großartige Fotos vor dieser regenbogenfarbenen Kulisse und schon kannst du wieder ins Auto springen.

Vom Gebirge aus fahren Sie direkt an die Küste in das Städtchen Puerto de Mogán, das völlig zu Recht als das „Venedig der Kanaren“ bezeichnet wird. Vergessen Sie geschmacklose Hotelkomplexe, hier erwartet Sie eine fantastische Atmosphäre. Es erwarten Sie fotogene weiße Häuser mit bunten Rändern, Balkone, die buchstäblich mit einer Flut lila Bougainvillea-Blüten übersät sind, und Wasserkanäle, die sich mit dem Hafen verbinden. Nehmen Sie sich Zeit für einen gemütlichen Bummel durch die Gassen und vor allem – das ist der perfekte Moment für ein Mittagessen. Setzen Sie sich in eines der Restaurants am Hafen und genießen Sie zum Beispiel einen hervorragend gegrillten frischen Fisch oder Meeresfrüchte, es lohnt sich auf jeden Fall.

Mit vollem Bauch und nach einem ausgiebigen Spaziergang durch die kleine Stadt bleibt nur noch eines übrig – ab an den Strand. Nur ein kleines Stück von Puerto de Mogán entfernt liegt die künstlich angelegte Bucht Playa de Amadores. Es ist ein sehr angenehmer und weitläufiger Ort zum Entspannen, wo der Ozean dank der großen Wellenbrecher herrlich ruhig und frei von tückischen Strömungen ist. Es ist der absolut ideale Ort, um einfach dazuliegen, die Sonne die von der gestrigen Wanderung müden Muskeln aufwärmen zu lassen und zwischendurch eine Abkühlung im Wasser zu genießen. Kurz gesagt, ein perfekter und entspannter Ausklang für einen weiteren Tag auf der Insel.




Sie begeben sich in den Süden der Insel und tauschen festen Boden unter den Füßen gegen tiefen Sand. Es erwartet Sie das faszinierende Naturschutzgebiet (genau so wird dieses riesige geschützte Areal genannt) Dunas de Maspalomas. Dank der endlosen Hügel aus goldenem Sand werden Sie sich hier für einen Moment wie mitten in einer echten Wüste fühlen.
Als idealen und praktischen Ausgangspunkt empfehle ich, „Aparcamiento camellos maspalomas“ in das Navi einzugeben. Es handelt sich um einen Parkplatz am östlichen Rand des Naturschutzgebiets, direkt dort, wo die traditionellen Kamelritte starten. Hier ist die Parkplatzsituation oft entspannter als an den Hauptaussichtspunkten bei den großen Hotels. Sobald Sie das Auto abgeschlossen haben, sind Sie nach wenigen Schritten direkt im Sandmeer. Sie beginnen Ihre Entdeckungstour zwar aus einem etwas weniger überlaufenen Winkel ohne Menschenmassen, aber lassen Sie sich nicht täuschen – während Sie sich allmählich über die Sanddünen weiterbewegen, gelangen Sie fließend in das Herz der Dünenlandschaft zu den bekanntesten und meistfotografierten Kulissen. So genießen Sie das Gebiet ganz entspannt von den ruhigeren Plätzen bis hin zu den größten Highlights!

Es hängt ganz von deiner Energie ab, wie intensiv du die Gegend erkunden möchtest. Du kannst einen kurzen Spaziergang am Rand machen oder tiefer in das Zentrum der Dünen vordringen und dort einige Stunden verbringen. Das Gebiet ist riesig, daher findest du selbst an diesem bekannten Ort schnell völlig unberührte Stellen mit perfekten Sandwellen, sobald du ein wenig abseits gehst. Wenn du gerne fotografierst, wirst du hier voll auf deine Kosten kommen – die Szenerien sind absolut einzigartig.
Da du dich in offenem Gelände inmitten von Sand bewegst, solltest du dich darauf einstellen, dass es hier richtig heiß werden kann. Unterschätze auf keinen Fall deinen Wasservorrat, Sonnencreme und eine Kopfbedeckung. Ein riesiger Vorteil ist jedoch, dass diese ganze „Wüste“ direkt an der Küste liegt. Sobald du anfängst zu schwitzen, kannst du einfach hinunter zum Ozean laufen und dich direkt in den Wellen am Strand abkühlen.
Die besten Aufnahmen von unberührten Sandwellen bekommst du hier zwar nicht einfach so geschenkt, aber sobald du dich ein wenig tiefer hineinwagst und deinen eigenen Weg findest, wirst du mit absolut fantastischen Fotos belohnt.




Der heutige letzte Roadtrip dreht sich um die größten Kontraste, die die Insel zu bieten hat, und ein grandioses Finale erwartet euch. Ihr macht euch auf den Weg, um den raueren Norden und Westen zu erkunden, wo ihr einen riesigen Vulkankrater, bewundernswerte Architektur und die uralte Kultur der Ureinwohner entdecken werdet. Das Ganze rundet ihr dann an einem atemberaubenden Aussichtspunkt ab, der hoch über den steilen Klippen über dem tosenden Ozean thront. Macht euch bereit für eine großartige Fahrt, bei der sich die Kulisse hinter dem Fenster ständig verändern wird.
Starten Sie Ihren Tag mit einem Blick auf ein gewaltiges Naturphänomen. Die Caldera de Bandama ist ein atemberaubender, über einen Kilometer breiter und 200 Meter tiefer Vulkankrater, der von einer gigantischen Explosion aus alter Zeit zeugt. Sie können mit dem Auto über eine kurvige Straße bis direkt zum Gipfel des Pico de Bandama fahren. Der große Vorteil ist, dass Sie das Auto buchstäblich nur wenige Schritte von der Aussichtsplattform entfernt parken können, sodass Sie das fantastische Panorama völlig mühelos erreichen können.
Von dort aus haben Sie nicht nur einen fantastischen Blick auf die weite Umgebung und die Ostküste der Insel, sondern vor allem direkt in die steilen Tiefen des Kraters. Wenn Sie hinunterblicken, werden Sie überrascht sein, wie grün der riesige Vulkangrund ist, und bei genauerem Hinsehen können Sie sogar Spuren alter Terrassenfelder und ein verlassenes historisches Gehöft erkennen. Es ist ein faszinierender Ort, an dem man die enorme Kraft der Natur, die ganz Gran Canaria geformt hat, voll und ganz begreifen kann. Sobald Sie sich an der Aussicht sattgesehen haben, steigen Sie wieder ins Auto und machen sich auf den Weg in die historische Stadt Arucas.

Obwohl sie bei den Leuten und in Reiseführern allgemein als Kathedrale bezeichnet wird, handelt es sich offiziell um eine Pfarrkirche. Dennoch ist dieses Bauwerk die absolute und unübersehbare Dominante der gesamten Stadt. Es ist komplett aus dunklem vulkanischem Basalt im wunderschönen neugotischen Stil erbaut, was es unglaublich majestätisch, leicht düster und fast wie aus einem Fantasy-Film entsprungen wirken lässt. Gehen Sie unbedingt einmal ganz nah um sie herum und werfen Sie einen Blick hinein, falls sie geöffnet ist. Erst aus der Nähe werden Sie die unglaublich präzise und detailreiche Steinmetzarbeit der örtlichen Meister sowie die wunderschönen bunten Glasfenster, durch die das Sonnenlicht ins Innere dringt, richtig zu schätzen wissen.

Wenn Sie sich nach der Bewunderung der steinernen Denkmäler eine Weile ausruhen möchten, ist der Stadtpark (Parque Municipal de Arucas) genau der richtige Ort dafür. Der Eintritt ist völlig frei und er wirkt im Grunde wie ein kleinerer, aber umso gepflegterer botanischer Garten. Das Hauptmerkmal, das hier die Aufmerksamkeit auf sich zieht, sind die atemberaubenden und exotisch aussehenden Drachenbäume, die für die Kanarischen Inseln so typisch sind. Besonders für Liebhaber von Natur und Bäumen ist es absolut faszinierend, ihre mächtigen schirmartigen Kronen und die erstaunlich verschlungene Struktur des Stammes zu betrachten. Der Park bietet viele Bänke und gepflegte Wege, sodass es ein idealer und ruhiger Ort ist, an dem Sie sich in den Schatten zurückziehen und einfach entspannen können, bevor Sie weiter auf Entdeckungstour gehen.

Direkt gegenüber dem Park (oder nur einen Katzensprung von der Kathedrale entfernt) stoßen Sie auf eines der bedeutendsten und schönsten Gebäude der Stadt – die Heredad de Aguas de Arucas y Firgas. Diese historische Institution war einst für das Wichtigste überhaupt zuständig: die Verwaltung und Verteilung des überaus wertvollen Wassers für die gesamte umliegende Region.
Auf den ersten Blick besticht das Gebäude durch seine majestätische Fassade mit der unübersehbaren Uhr und dem Glockenturm. Bei näherem Hinsehen werden Sie die unglaubliche Präzision und das handwerkliche Geschick bewundern, mit denen das gesamte Bauwerk errichtet wurde. Es ist ein absolutes Meisterwerk der manuellen Bearbeitung des lokalen dunklen Basalts. Der Detailreichtum, die klaren Linien und die Symmetrie, die die damaligen Meister aus einem so harten und widerspenstigen Material von Hand herausgearbeitet haben, sind wirklich faszinierend. Es ist genau die Art von Gebäude, bei der man innehalten und die ehrlich geleistete Handwerksarbeit mit Respekt bestaunen muss.
Dank seiner entspannten Atmosphäre ist Arucas der ideale Ort für eine gemütliche Essenspause. Sie werden genügend Zeit haben, um in Ruhe zu sitzen. Wenn Sie also einen konkreten Tipp suchen, wo Sie garantiert gut essen, probieren Sie das Restaurant Chef and Pizza Arucas, wo Sie sich für den nächsten Teil Ihrer Reise hervorragend stärken können.

Von Arucas ist es nur eine kurze Fahrt in das benachbarte malerische Städtchen Firgas. Parken Sie hier und machen Sie sich auf den Weg zur einzigartigen Fußgängerzone Paseo de Canarias und Paseo de Gran Canaria. Hier finden Sie nämlich die Hauptattraktion – durch die ganze Straße zieht sich eine wunderschöne künstliche Wasserkaskade, die von bunten Mosaiken gesäumt ist. Was Sie aber am meisten beeindrucken wird, sind die auf dem Boden angelegten fantastischen 3D-Modelle aller Kanarischen Inseln. Sie können also direkt über den gesamten Archipel spazieren und ihn schön aus der Vogelperspektive betrachten. Es ist ein sehr origineller und ruhiger Ort, der definitiv Ihre Aufmerksamkeit und ein paar Fotos für Ihre Sammlung verdient.
Direkt am oberen Ende der Straße mit der Wasserkaskade und den 3D-Modellen der Inseln stoßen Sie auf die Kirche Iglesia de San Roque. Erwarten Sie kein riesiges, mit Gold überladenes Denkmal, sondern eher ein Beispiel für ehrliche lokale Architektur. Das Interessanteste verbirgt sich im Inneren – wenn Sie präzise Handarbeit zu schätzen wissen, wird Sie die wunderschöne, detailreich gearbeitete Holzdecke sicherlich begeistern. In Kombination mit den massiven Trageelementen und den Details aus dunklem Vulkangestein ist es ein großartiges Beispiel dafür, wie die damaligen Meister von Hand mit völlig rohen Naturmaterialien arbeiten konnten. Es ist ein kurzer, aber visuell sehr interessanter Zwischenstopp.

Jetzt geht es tief in die Geschichte der Insel. Cenobio de Valerón ist eine faszinierende archäologische Stätte und ein riesiger Komplex aus knapp dreihundert Höhlen und Kammern, die hoch in den steilen Vulkanfelsen gehauen wurden. Die Ureinwohner der Insel (Guanchen) nutzten dieses ausgeklügelte System als geschützten und gut bewachten Getreidespeicher.
Die gesamte Tour auf dem befestigten Pfad mit Stufen entlang des Höhlenkomplexes dauert etwa eine Stunde – genau richtig, um den Ort zu erkunden und sich die Beine zu vertreten. Und noch ein kleiner praktischer Tipp: Wenn du einen gültigen ISIC-Studentenausweis hast, zeige ihn unbedingt an der Kasse vor, du erhältst einen netten Rabatt auf den Eintrittspreis.
Informationen zum Eintrittspreis findest du hier.

Das absolute Highlight des Tages erwartet dich ganz im Westen der Insel. Eine Fahrt über die malerische, wenn auch etwas kurvige Straße führt dich bis zum atemberaubenden Aussichtspunkt Mirador del Balcón. Rechne damit, dass dieser Ort besonders am Nachmittag sehr beliebt ist und sich hier viele Leute einfinden, um die Aussicht zu genießen. Aber keine Sorge – es gibt genügend Parkplätze, sodass du dein Auto bequem und kostenlos direkt an der Straße abstellen kannst, nur wenige Schritte von der Aussichtsplattform entfernt.
Und die ist es wert – sie ist so gebaut, dass sie über dem Abgrund am Rande steiler Klippen hängt, die hunderte Meter direkt in das wilde Wasser des Atlantiks abfallen. Wenn du dich an den Rand stellst und nach Süden blickst, eröffnet sich dir ein unglaublicher Anblick auf die faszinierende Linie der zerklüfteten Klippen. Aufgrund ihrer charakteristischen Zickzackform werden sie treffend "Drachenschwanz" (Cola de Dragón) genannt. Es ist ein unglaublich fotogener, windiger und rauer Ort, an dem du die gewaltige Kraft des Ozeans und der Natur hautnah spüren wirst. Die untergehende Nachmittagssonne sorgt hier zudem für ein wirklich magisches Lichtspiel.




Der letzte Tag steht zwar oft schon im Zeichen des Kofferpackens, aber wenn der Flieger erst abends geht, wäre es viel zu schade, die Zeit am Flughafen abzusitzen. Nutze die letzten Stunden lieber, um dich nochmal richtig zu entspannen und dich gebührend von der Insel zu verabschieden.
Du kannst zu einem ruhigeren Strand abseits der überfüllten Touristenzentren fahren, wo nicht alles völlig überlaufen ist. Es ist die perfekte Gelegenheit für ein letztes Bad im Ozean, einen entspannten Spaziergang an der Küste und um die lokale Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.
Vor der eigentlichen Reise lohnt es sich auf jeden Fall, in einem der lokalen Restaurants einzukehren. Sich auf überteuerte Flughafen-Baguettes zu verlassen, lohnt sich meist nicht, daher ist es viel besser, in Ruhe etwas Anständiges zu essen – wie zum Beispiel ein ordentliches Rindersteak vom Lavagrill, traditionelle kanarische Kartoffeln mit Mojo-Soße oder einen frischen Fisch.

Gran Canaria wird manchmal als reine Stranddestination abgestempelt, aber dieser Roadtrip hat dir hoffentlich ihr wahres Gesicht gezeigt. Es ist ein echter Miniaturkontinent, auf dem man innerhalb einer einzigen Stunde Fahrt von wilden Ozeanklippen über tiefe Vulkankrater bis hinauf in majestätische Berge gelangen kann.
Das Ziel dieses Plans war es nicht, dich von einer überfüllten Attraktion zur nächsten zu jagen, sondern dir die Insel in ihrer rauen Schönheit zu zeigen. Orte zu finden, an denen du den größten Menschenmassen ausweichen, ehrliches Handwerk in historischen Gassen bewundern, dich bei Wanderungen auspowern und das alles anschließend in völliger Ruhe am Ozean bei gutem Essen auf dich wirken lassen kannst.
Egal, ob du am Rande eines Abgrunds am Mirador del Balcón stehst, dich unter Drachenbäumen ausruhst oder einfach nur die Atmosphäre verschlafener Dörfer in dich aufnimmst, ich hoffe, dass dir diese Reiseroute als bestes Sprungbrett für dein eigenes Abenteuer dient.
Also gute Reise, einen freien Kopf und genieße jeden Kilometer!