















Am ersten Tag meiner Lofoten-Reise kam ich mit dem Flugzeug in Bodø an und nahm meinen Mietwagen entgegen.
Bodø ist eine lebendige Küstenstadt mit einer spannenden Mischung aus Natur, Kultur und nordischem Flair. Hier treffen moderne Architektur und gemütliche Cafés auf spektakuläre Landschaften - von zerklüfteten Küsten bis hin zu majestätischen Bergen. Besonders beeindruckend ist der Saltstraumen, einer der stärksten Gezeitenströme der Welt, nur wenige Kilometer außerhalb der Stadt. Im Sommer bietet Bodø endlose Tage voller Licht, im Winter beste Chancen auf Nordlichter - ein idealer Ort für Abenteuer und Erholung zugleich.



Nun konnte der Roadtrip endlich wirklich losgehen. Und wir genossen jede Sekunde der Fahrt durch die herbstlich bunt gefärbte Landschaft. Das Wetter war uns wohlgesinnt und wir stoppten gefühlt an jeder Ecke. Aber genau das macht einen Lofoten Roadtrip meiner Meinung nach aus!
Als wir die Lofoten Apartments, unsere Unterkunft für die nächsten beiden Nächte erreichten, war unser Glück perfekt. Diese befindet sich nämlich im Gebäude eines ehemaligen Fischverarbeitungsbetriebs. Was die Lage direkt am Wasser in einem kleinen Fjord erklärt. Wir sind sprachlos. Als könnte es nicht schöner werden, werden wir am selben Abend sogar noch mit über den Himmel tanzenden Nordlichtern belohnt. Was für ein Empfang auf den Lofoten!
Von Bodø gelangst du mit der Fähre bequem zu den Lofoten. Die gängigste Verbindung führt von Bodø nach Moskenes und dauert etwa eine Stunde – Autos können problemlos mitgenommen werden. Sie können die Fähre beispielsweise hier kaufen.



Dass bei einem Lofoten Roadtrip nicht immer die Sonne scheint, bekamen wir am dritten Tag zu spüren. Es regnete. Und das den ganzen Tag. Davon ließen wir uns aber nicht unterkriegen und erkundeten in Regenkluft gehüllt das Fischerdorf Henningsvaer, welches sich über acht einzelne Inseln erstreckt, die durch Brücken miteinander verbunden sind. Daher trägt es auch den Beinamen “Venedig des Nordens”. Berühmt ist Henningsvaer vor allem für seinen Fußballplatz, der aus der Vogel-/ Drohenperspektive bombastisch aussieht.
Ein absolutes Must Do in Hennigsvaer ist das Café Klatrekafeen, in dem es so gemütlich war, dass wir dort den halben Tag versackten. Mit dem – unserer Meinung nach – besten Blick auf Hennigsvaer. Anschließend versuchten wir uns noch an der Wanderung auf den Heia, die wir aber aufgrund der wirklich nass-rutschigen Verhältnisse nach dreiviertel des Weges abbrechen. Sicherheit geht vor. Auf dem Heimweg stoppten wir noch beim sogar bei schlechtem Wetter sehenswerten Rørvikstranda. Parkplätze waren super ausgeschildert und einfach zu finden.
Henningsvær, oft als „Venedig der Lofoten“ bezeichnet, ist ein charmantes Fischerdorf auf kleinen Inseln, verbunden durch Brücken. Die bunten Holzhäuser, gemütlichen Cafés und das atemberaubende Bergpanorama schaffen eine einmalige Atmosphäre. Perfekt, um durch die Gassen zu schlendern und das authentische Inselleben zu erleben.

Die Klatrekaféen ist das Herz von Henningsvær - ein gemütliches Café und Treffpunkt für Kletterer, Reisende und Einheimische. Bei hausgemachtem Kuchen, deftigen Suppen und norwegischem Kaffee kannst du hier wunderbar entspannen. Ideal, um sich nach einem Abenteuer aufzuwärmen oder neue Touren zu planen.

Der Rørvikstranda ist ein verstecktes Juwel mit türkisblauem Wasser und feinem, hellem Sand - fast karibisch, nur mit nordischem Flair. Umgeben von Bergen bietet der Strand eine beeindruckende Kulisse für Spaziergänge, Picknicks oder Fotos. Besonders schön bei Sonnenuntergang, wenn das Licht die Landschaft in warme Farben taucht.




An Tag 4 unserer Reise war uns das Wetter wieder wohlgesinnt und so machten wir bei schönstem Wetter – unterbrochen von den obligatorischen Fotostopps – auf den Weg zum Wikingermuseum Borg. Dabei handelt es sich um eine Kombi aus Indoor-Museum mit Audio Guide und Freilichtmuseum mit Live-Akteuren, die Ihr Handwerk erklären und äußerst mitreißend über die Wikingerzeit erzählen. Vor Ort wurde das größte Langhaus (83 m) aus der Wikingerzeit gefunden, welches auf dem Gelände nachgebaut wurde. Sehr beeindruckend und definitiv empfehlenswert!
Anschließend ging es auf einen Kaffee und ein leckeres Stück Kuchen zum gemütlichen Huset Kafé in Leknes bevor ich mich pünktlich zur goldenen Stunde an den Aufstieg auf den Offersøykammen machte. Im Nachhinein für mich die allerschönste Wanderung auf den Lofoten, welche die Strapazen des Aufstiegs mit einem unglaublichen 360 Grad Blick belohnt. Den Abend lassen wir bei Pasta und Radler in unserer nächsten Unterkunft, den gemütlichen Buodden Rorbuer in Sørvågen ausklingen. Parkplätze waren super ausgeschildert und einfach zu finden.
Im Lofotr Viking Museum in Borg tauchst du tief in die Welt der Wikinger ein. Das beeindruckend rekonstruierte Langhaus zeigt, wie die Menschen vor über 1.000 Jahren lebten, arbeiteten und feierten. Mit interaktiven Ausstellungen und authentischen Aktivitäten wird Geschichte hier lebendig – ein Highlight für Kultur- und Geschichtsfans.

Das Huset Kafé ist ein gemütliches Café mit hausgemachten Backwaren, regionalen Spezialitäten und einem charmanten, rustikalen Ambiente. Perfekt für eine Pause nach dem Museumsbesuch oder einer Wanderung. Besonders empfehlenswert sind die frischen Zimtschnecken und der kräftige norwegische Kaffee.

Der Aufstieg auf den Offersøykammen ist kurz, aber belohnt dich mit einem der schönsten Panoramablicke der Lofoten. Von oben siehst du türkisblaues Meer, dramatische Berge und kleine Inseln, die sich in der Ferne verlieren. Ideal für eine spontane Wanderung bei gutem Wetter – besonders schön zum Sonnenuntergang.




An Tag 5 machten wir am Vormittag das Örtchen mit dem wohl kürzesten Namen der Welt, Å, unsicher. Å ist das südlichste Dorf der Lofoten und war früher ein wichtiges Fischerdorf, dessen Geschichte und Kultur bis heute im Norwegian Fishing Village Museum fortlebt. Gegen ein Eintrittsgeld kann man die Fischerhütten besichtigen und die darin ausgestellte traditionelle (Handwerks)Kunst bewundern. Wir begnügen uns damit, die hübschen Holzhäuschen von außen zu betrachten, aber lassen es uns nicht nehmen, bei der Bakeriet på Å die berühmten, wie anno dazumal im Holzofen gebackenen Zimtschnecken zu testen. Fazit: Wirklich gut und ihre knapp 5 Euro (pro Stück) auf jeden Fall wert.
Zur Mittagszeit brechen wir zu einer vielversprechenden Wanderung auf: Der zum Kvalvika Strand, welcher lediglich zu Fuß erreicht werden kann. Entgegen mancher Berichte ist diese gut machbar, allerdings erfordert der Abstieg zur Bucht auf den teilweise glatten Steinen Trittsicherheit. Entsprechendes Schuhwerk ist daher Pflicht. Der Kvalvika Strand wird aufgrund seiner Lage, eingeschlossen von hohen Bergen, seinem fast weißen Sand und dem türkisen Wasser als einder der schönsten Strände Norwegens bezeichnet. Zudem ist er bei Surfern äußerst beliebt. So beliebt, dass zwei junge Norweger hier 2012 einen ganzen Winter in einer selbst gebauten Unterkunft, die an eine Hobbithöhle erinnert, verbracht haben. Die Hütte und die Toilette stehen noch heute und können besichtigt bzw. genutzt werden. Den Film über den Aufenthalt der Jungs in der Bucht heißt “Nordfor Sola” und ist auf Netflix zu finden. Neben der Hütte gibt es am Strand von Kvalvika noch eine sehr coole, selbstgebaute Schaukel mit Meerblick. Zudem dient der Strand auch als Ausgangspunkt auf den Berg Ryten, der unvergleichliche Weitblicke bietet. Diesen habe ich mir für einen nächsten Besuch vorgenommen. Parkplätze waren super ausgeschildert und einfach zu finden.
Å ist das letzte Dorf am Ende der Lofotenstraße und wirkt wie ein Freilichtmuseum - charmant, ruhig und voller Geschichte. Zwischen den bunten Fischerhäusern kannst du das traditionelle Leben der Lofotfischer entdecken. Besonders bekannt ist der charakteristische Geruch des getrockneten Stockfischs, der hier überall in der Luft liegt.

Das Bakeriet på Å ist eine der ältesten Bäckereien Norwegens und ein absolutes Muss für Feinschmecker. In dem historischen Holzhaus werden nach alten Rezepten Zimtschnecken, Brote und Gebäck im Holzofen gebacken. Der Duft frischer Backwaren zieht durch das ganze Dorf – perfekt für eine kleine Pause mit Kaffee.

Der Kvalvika Beach ist einer der bekanntesten Strände der Lofoten – abgeschieden, wild und nur zu Fuß erreichbar. Nach einer etwa einstündigen Wanderung wirst du mit einem atemberaubenden Blick auf den goldenen Sandstrand zwischen hohen Bergen belohnt. Ein magischer Ort, besonders bei Sonnenuntergang oder Mitternachtssonne. Hier findest du Karten zum Trail.




An unserem letzten ganzen Tag haben wir uns das Örtchen Nusfjord vorgenommen, welches das älteste und am besten erhaltenste Fischerdorf Norwegens ist und zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Heutzutage ist das Dorf halb Hotel, halb Museum und hat daher sehr eingeschränkte Öffnungszeiten (12:00 – 15:00 Uhr).
Unterwegs halten wir noch an zwei Fotospots. Der erste ist das bekannte “rote Haus”, welches im Grunde genommen eine recht herruntergekommene Hütte in famoser Lage am Ramberg Strand (Koordinaten: 68.09808, 13.2435) ist. Nichtsdestotrotz ein toller Fotospot.
Das nächste Mal stoppen wir auf der Straße nach Nusfjord, welche absolut fotogen auf eine Felswand zuläuft und von bunt gefärbten Bäumen gesäumt wird.
Schließlich erreichen wir das ehemalige Fischerdörfchen Nusfjord und parken am PKW-Parkplatz über dem Dorf. Hier lohnt es sich, einen kleinen Abstecher auf die Steine oberhalb zu machen, von dort aus hat man einen tollen Blick aufs Dorf. Der Eintrittspreis zum Dorf schlägt mit 100 NOK zu Buche, dafür dürfen wir alle der Öffentlichkeit zugänglichen Gebäude besuchen. Das Dörfchen mit seinen gelben und roten Holzhäusern, eingebettet in eine majestätische Bergkulisse, ist wirklich äußerst fotogen, jedoch finde ich persönlich den Mix aus Hotel und Museum etwas merkwürdig. Die Bäckerei ist bei unserem Besuch bereits für die Saison geschlossen, aber ich verliebe mich in den ehemaligen Tante Emma Laden Landhandleriet Café mit seinen türkisgrünen Einbauschränken und anno dazumal Flair. Zu diesem gehört auch ein kleines Café mit Vintagemöbeln, in welchem wir superleckere Waffeln mit Marmelade und Sahne verspeisen (so lecker, dass wir sogar Nachschub bestellen). Parkplätze waren super ausgeschildert und einfach zu finden.
Anschließend fahren wir weiter nach Fredvang, Startpunkt unserer Wanderung zum Yttersandheia. Diese Wanderung ist von den Höhenmetern abgesehen sehr einfach zu gehen, aber bietet wirklich atemberaubende Weitblicke. Ganz große Empfehlung meinerseits! Den letzten Abend lassen wir noch einmal bei einer Pastamahlzeit in unserer Fischerhütte ausklingen und haben spät abends sogar Glück und sichten ein letztes Mal Nordlichter. Was für ein schönes Ende unserer Lofoten-Reise.
Nusfjord ist eines der ältesten und am besten erhaltenen Fischerdörfer Norwegens – ein echtes Juwel der Lofoten. Die gelben Rorbuer-Häuser schmiegen sich malerisch an die Felsen, und der kleine Hafen erzählt Geschichten vergangener Zeiten. Ein Spaziergang durch das Dorf fühlt sich an wie eine Reise in die Vergangenheit, begleitet vom Duft des Meeres.

Das Landhandleriet Café liegt mitten in Nusfjord und ist im historischen Kolonialwarenladen des Dorfes untergebracht. Zwischen alten Schubladen, Dosen und nostalgischen Details genießt du köstlichen Kuchen, Waffeln und frisch gebrühten Kaffee. Ein perfekter Ort, um in authentischer Atmosphäre kurz innezuhalten.

Roren ist ein Aussichtspunkt oberhalb von Flakstad, der mit einem fantastischen Blick auf den Strand und die umliegenden Berge beeindruckt. Der kurze Aufstieg lohnt sich – oben erwartet dich eine friedliche Stimmung und ein Panoramablick, der typisch für die Lofoten ist. Ideal für Fotos oder einfach, um die Natur in Ruhe zu genießen. Hier findest du eine Karte, auf der du Spaziergänge am Meer und entlang der Strände finden kannst.




An unserem letzten halben Tag auf den Lofoten erkunden wir das charmante Reine, welches oft als schönstes Dorf Norwegens bezeichnet wird. Und ja, das historische Zentrum mit den vielen roten Holzhäusern ist in Kombination mit Wasser- und Bergkulisse wirklich äußerst fotogen. Aber dadurch, dass dieser Teil des Ortes nur noch aus Ferienhäusern besteht, gefühlt auch etwas leblos. Trotzdem ist es definitiv einen Besuch wert! Viele starten in Reine auch auf die bekannte Wanderung zum Reinebringen, die wir aufgrund der später gebuchten Fähre auf ein nächstes Mal verschieben.
Weiter geht’s nach Sakrisøy, dem Durchfahrtsdorf mit den typisch gelben Häusern. Direkt neben dem durch Instagram bekannt gewordenen “gelben Haus” in Sakrisøy befindet sich das wohl bekannteste Fischrestaurant der Lofoten: Anita’s Sjømat. Hier kann man sich durch Spezialitäten wie Wal oder Stockfisch probieren, Delikatessen und Souvenirs kaufen oder den “Signature Dish” des Hauses essen: Fischburger. Der “Winnie The Pooh” Burger enthält neben einem Fischpatty auch Shrimps und geräucherten Lachs. Obwohl ich normalerweise vegetarisch unterwegs bin, mache ich in diesem Fall eine Fischausnahme. Und ich muss gestehen, es lohnt sich! Sogar für die wirklich deftigen Preise. Ein nettes Schmankerl ist zudem die Aussicht aufs Wasser, die Berge und das gelbe Haus.
Mit vollen Bäuchen fahren wir zum Fähranleger in Moskenes, wo wir uns in die Warteschlange einreihen und gut 3,5 h Fährfahrt später wohlbehalten in Bodø ankommen. Wir checken in unser modernes und schön am Hafen gelegenes Thon Hotel Nordlys ein und lassen unseren letzten Abend bei leckerer All-you-can-eat Pizza im Egon ausklingen. Das Hotel ist übrigens nicht nur aufgrund seiner tollen Nordlicht-Zimmer sondern auch wegen des überragenden Frühstücks, welches ich mir vor meinem Rückflug noch gönne, mega empfehlenswert. Parkplätze waren super ausgeschildert und einfach zu finden.
Reine ist eines der bekanntesten und fotogensten Dörfer der Lofoten – umgeben von dramatischen Bergen und tiefblauem Wasser. Die roten Fischerhütten, die sich entlang der Küste reihen, schaffen ein Postkartenmotiv, das kaum zu übertreffen ist. Ein Spaziergang durch das Dorf oder eine kurze Wanderung auf den Reinebringen bieten spektakuläre Ausblicke.

Sakrisøya ist eine kleine Insel direkt neben Reine, bekannt für ihre leuchtend gelben Rorbuer und ihre malerische Lage. Sie verbindet traditionelle Fischerdorf-Atmosphäre mit moderner Gemütlichkeit. Besonders schön ist der Blick auf die umliegenden Gipfel, die sich im klaren Wasser spiegeln.

Anita’s Sjømat ist ein kulinarisches Highlight auf Sakrisøya und ein Muss für Liebhaber frischer Meeresfrüchte. Hier gibt es hausgemachte Fischburger, Räucherlachs und lokale Spezialitäten direkt aus dem Meer. Der perfekte Ort für eine entspannte Mittagspause mit Blick auf die Berge und das Meer.

Moskenes ist der südlichste Fährhafen der Lofoten und das Tor zum Festland. Von hier aus kannst du mit der Fähre nach Bodø übersetzen – eine der schönsten Fährstrecken Norwegens, vorbei an dramatischen Küstenlandschaften und kleinen Inseln. Der Ort selbst bietet eine ruhige Atmosphäre und ist ein idealer Abschlusspunkt deiner Lofoten-Reise. Fährtickets können Sie hier kaufen.
Bodø liegt nördlich des Polarkreises und ist bekannt für seine moderne Architektur, lebendige Kulturszene und atemberaubende Natur. Die Stadt ist Ausgangspunkt für viele Abenteuer – von Bootstouren über den mächtigen Saltstraumen bis hin zu Wanderungen mit Blick auf das Nordmeer. Ein perfekter Ort, um deine Reise entspannt ausklingen zu lassen.



Am letzen Tag haben wir unseren Mietwagen abgegeben und uns vom Flughafen aus auf den Heimweg gemacht.
Am ersten Tag meiner Lofoten-Reise kam ich mit dem Flugzeug in Bodø an und nahm meinen Mietwagen entgegen.
Bodø ist eine lebendige Küstenstadt mit einer spannenden Mischung aus Natur, Kultur und nordischem Flair. Hier treffen moderne Architektur und gemütliche Cafés auf spektakuläre Landschaften - von zerklüfteten Küsten bis hin zu majestätischen Bergen. Besonders beeindruckend ist der Saltstraumen, einer der stärksten Gezeitenströme der Welt, nur wenige Kilometer außerhalb der Stadt. Im Sommer bietet Bodø endlose Tage voller Licht, im Winter beste Chancen auf Nordlichter - ein idealer Ort für Abenteuer und Erholung zugleich.



Nun konnte der Roadtrip endlich wirklich losgehen. Und wir genossen jede Sekunde der Fahrt durch die herbstlich bunt gefärbte Landschaft. Das Wetter war uns wohlgesinnt und wir stoppten gefühlt an jeder Ecke. Aber genau das macht einen Lofoten Roadtrip meiner Meinung nach aus!
Als wir die Lofoten Apartments, unsere Unterkunft für die nächsten beiden Nächte erreichten, war unser Glück perfekt. Diese befindet sich nämlich im Gebäude eines ehemaligen Fischverarbeitungsbetriebs. Was die Lage direkt am Wasser in einem kleinen Fjord erklärt. Wir sind sprachlos. Als könnte es nicht schöner werden, werden wir am selben Abend sogar noch mit über den Himmel tanzenden Nordlichtern belohnt. Was für ein Empfang auf den Lofoten!
Von Bodø gelangst du mit der Fähre bequem zu den Lofoten. Die gängigste Verbindung führt von Bodø nach Moskenes und dauert etwa eine Stunde – Autos können problemlos mitgenommen werden. Sie können die Fähre beispielsweise hier kaufen.



Dass bei einem Lofoten Roadtrip nicht immer die Sonne scheint, bekamen wir am dritten Tag zu spüren. Es regnete. Und das den ganzen Tag. Davon ließen wir uns aber nicht unterkriegen und erkundeten in Regenkluft gehüllt das Fischerdorf Henningsvaer, welches sich über acht einzelne Inseln erstreckt, die durch Brücken miteinander verbunden sind. Daher trägt es auch den Beinamen “Venedig des Nordens”. Berühmt ist Henningsvaer vor allem für seinen Fußballplatz, der aus der Vogel-/ Drohenperspektive bombastisch aussieht.
Ein absolutes Must Do in Hennigsvaer ist das Café Klatrekafeen, in dem es so gemütlich war, dass wir dort den halben Tag versackten. Mit dem – unserer Meinung nach – besten Blick auf Hennigsvaer. Anschließend versuchten wir uns noch an der Wanderung auf den Heia, die wir aber aufgrund der wirklich nass-rutschigen Verhältnisse nach dreiviertel des Weges abbrechen. Sicherheit geht vor. Auf dem Heimweg stoppten wir noch beim sogar bei schlechtem Wetter sehenswerten Rørvikstranda. Parkplätze waren super ausgeschildert und einfach zu finden.
Henningsvær, oft als „Venedig der Lofoten“ bezeichnet, ist ein charmantes Fischerdorf auf kleinen Inseln, verbunden durch Brücken. Die bunten Holzhäuser, gemütlichen Cafés und das atemberaubende Bergpanorama schaffen eine einmalige Atmosphäre. Perfekt, um durch die Gassen zu schlendern und das authentische Inselleben zu erleben.

Die Klatrekaféen ist das Herz von Henningsvær - ein gemütliches Café und Treffpunkt für Kletterer, Reisende und Einheimische. Bei hausgemachtem Kuchen, deftigen Suppen und norwegischem Kaffee kannst du hier wunderbar entspannen. Ideal, um sich nach einem Abenteuer aufzuwärmen oder neue Touren zu planen.

Der Rørvikstranda ist ein verstecktes Juwel mit türkisblauem Wasser und feinem, hellem Sand - fast karibisch, nur mit nordischem Flair. Umgeben von Bergen bietet der Strand eine beeindruckende Kulisse für Spaziergänge, Picknicks oder Fotos. Besonders schön bei Sonnenuntergang, wenn das Licht die Landschaft in warme Farben taucht.




An Tag 4 unserer Reise war uns das Wetter wieder wohlgesinnt und so machten wir bei schönstem Wetter – unterbrochen von den obligatorischen Fotostopps – auf den Weg zum Wikingermuseum Borg. Dabei handelt es sich um eine Kombi aus Indoor-Museum mit Audio Guide und Freilichtmuseum mit Live-Akteuren, die Ihr Handwerk erklären und äußerst mitreißend über die Wikingerzeit erzählen. Vor Ort wurde das größte Langhaus (83 m) aus der Wikingerzeit gefunden, welches auf dem Gelände nachgebaut wurde. Sehr beeindruckend und definitiv empfehlenswert!
Anschließend ging es auf einen Kaffee und ein leckeres Stück Kuchen zum gemütlichen Huset Kafé in Leknes bevor ich mich pünktlich zur goldenen Stunde an den Aufstieg auf den Offersøykammen machte. Im Nachhinein für mich die allerschönste Wanderung auf den Lofoten, welche die Strapazen des Aufstiegs mit einem unglaublichen 360 Grad Blick belohnt. Den Abend lassen wir bei Pasta und Radler in unserer nächsten Unterkunft, den gemütlichen Buodden Rorbuer in Sørvågen ausklingen. Parkplätze waren super ausgeschildert und einfach zu finden.
Im Lofotr Viking Museum in Borg tauchst du tief in die Welt der Wikinger ein. Das beeindruckend rekonstruierte Langhaus zeigt, wie die Menschen vor über 1.000 Jahren lebten, arbeiteten und feierten. Mit interaktiven Ausstellungen und authentischen Aktivitäten wird Geschichte hier lebendig – ein Highlight für Kultur- und Geschichtsfans.

Das Huset Kafé ist ein gemütliches Café mit hausgemachten Backwaren, regionalen Spezialitäten und einem charmanten, rustikalen Ambiente. Perfekt für eine Pause nach dem Museumsbesuch oder einer Wanderung. Besonders empfehlenswert sind die frischen Zimtschnecken und der kräftige norwegische Kaffee.

Der Aufstieg auf den Offersøykammen ist kurz, aber belohnt dich mit einem der schönsten Panoramablicke der Lofoten. Von oben siehst du türkisblaues Meer, dramatische Berge und kleine Inseln, die sich in der Ferne verlieren. Ideal für eine spontane Wanderung bei gutem Wetter – besonders schön zum Sonnenuntergang.




An Tag 5 machten wir am Vormittag das Örtchen mit dem wohl kürzesten Namen der Welt, Å, unsicher. Å ist das südlichste Dorf der Lofoten und war früher ein wichtiges Fischerdorf, dessen Geschichte und Kultur bis heute im Norwegian Fishing Village Museum fortlebt. Gegen ein Eintrittsgeld kann man die Fischerhütten besichtigen und die darin ausgestellte traditionelle (Handwerks)Kunst bewundern. Wir begnügen uns damit, die hübschen Holzhäuschen von außen zu betrachten, aber lassen es uns nicht nehmen, bei der Bakeriet på Å die berühmten, wie anno dazumal im Holzofen gebackenen Zimtschnecken zu testen. Fazit: Wirklich gut und ihre knapp 5 Euro (pro Stück) auf jeden Fall wert.
Zur Mittagszeit brechen wir zu einer vielversprechenden Wanderung auf: Der zum Kvalvika Strand, welcher lediglich zu Fuß erreicht werden kann. Entgegen mancher Berichte ist diese gut machbar, allerdings erfordert der Abstieg zur Bucht auf den teilweise glatten Steinen Trittsicherheit. Entsprechendes Schuhwerk ist daher Pflicht. Der Kvalvika Strand wird aufgrund seiner Lage, eingeschlossen von hohen Bergen, seinem fast weißen Sand und dem türkisen Wasser als einder der schönsten Strände Norwegens bezeichnet. Zudem ist er bei Surfern äußerst beliebt. So beliebt, dass zwei junge Norweger hier 2012 einen ganzen Winter in einer selbst gebauten Unterkunft, die an eine Hobbithöhle erinnert, verbracht haben. Die Hütte und die Toilette stehen noch heute und können besichtigt bzw. genutzt werden. Den Film über den Aufenthalt der Jungs in der Bucht heißt “Nordfor Sola” und ist auf Netflix zu finden. Neben der Hütte gibt es am Strand von Kvalvika noch eine sehr coole, selbstgebaute Schaukel mit Meerblick. Zudem dient der Strand auch als Ausgangspunkt auf den Berg Ryten, der unvergleichliche Weitblicke bietet. Diesen habe ich mir für einen nächsten Besuch vorgenommen. Parkplätze waren super ausgeschildert und einfach zu finden.
Å ist das letzte Dorf am Ende der Lofotenstraße und wirkt wie ein Freilichtmuseum - charmant, ruhig und voller Geschichte. Zwischen den bunten Fischerhäusern kannst du das traditionelle Leben der Lofotfischer entdecken. Besonders bekannt ist der charakteristische Geruch des getrockneten Stockfischs, der hier überall in der Luft liegt.

Das Bakeriet på Å ist eine der ältesten Bäckereien Norwegens und ein absolutes Muss für Feinschmecker. In dem historischen Holzhaus werden nach alten Rezepten Zimtschnecken, Brote und Gebäck im Holzofen gebacken. Der Duft frischer Backwaren zieht durch das ganze Dorf – perfekt für eine kleine Pause mit Kaffee.

Der Kvalvika Beach ist einer der bekanntesten Strände der Lofoten – abgeschieden, wild und nur zu Fuß erreichbar. Nach einer etwa einstündigen Wanderung wirst du mit einem atemberaubenden Blick auf den goldenen Sandstrand zwischen hohen Bergen belohnt. Ein magischer Ort, besonders bei Sonnenuntergang oder Mitternachtssonne. Hier findest du Karten zum Trail.




An unserem letzten ganzen Tag haben wir uns das Örtchen Nusfjord vorgenommen, welches das älteste und am besten erhaltenste Fischerdorf Norwegens ist und zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Heutzutage ist das Dorf halb Hotel, halb Museum und hat daher sehr eingeschränkte Öffnungszeiten (12:00 – 15:00 Uhr).
Unterwegs halten wir noch an zwei Fotospots. Der erste ist das bekannte “rote Haus”, welches im Grunde genommen eine recht herruntergekommene Hütte in famoser Lage am Ramberg Strand (Koordinaten: 68.09808, 13.2435) ist. Nichtsdestotrotz ein toller Fotospot.
Das nächste Mal stoppen wir auf der Straße nach Nusfjord, welche absolut fotogen auf eine Felswand zuläuft und von bunt gefärbten Bäumen gesäumt wird.
Schließlich erreichen wir das ehemalige Fischerdörfchen Nusfjord und parken am PKW-Parkplatz über dem Dorf. Hier lohnt es sich, einen kleinen Abstecher auf die Steine oberhalb zu machen, von dort aus hat man einen tollen Blick aufs Dorf. Der Eintrittspreis zum Dorf schlägt mit 100 NOK zu Buche, dafür dürfen wir alle der Öffentlichkeit zugänglichen Gebäude besuchen. Das Dörfchen mit seinen gelben und roten Holzhäusern, eingebettet in eine majestätische Bergkulisse, ist wirklich äußerst fotogen, jedoch finde ich persönlich den Mix aus Hotel und Museum etwas merkwürdig. Die Bäckerei ist bei unserem Besuch bereits für die Saison geschlossen, aber ich verliebe mich in den ehemaligen Tante Emma Laden Landhandleriet Café mit seinen türkisgrünen Einbauschränken und anno dazumal Flair. Zu diesem gehört auch ein kleines Café mit Vintagemöbeln, in welchem wir superleckere Waffeln mit Marmelade und Sahne verspeisen (so lecker, dass wir sogar Nachschub bestellen). Parkplätze waren super ausgeschildert und einfach zu finden.
Anschließend fahren wir weiter nach Fredvang, Startpunkt unserer Wanderung zum Yttersandheia. Diese Wanderung ist von den Höhenmetern abgesehen sehr einfach zu gehen, aber bietet wirklich atemberaubende Weitblicke. Ganz große Empfehlung meinerseits! Den letzten Abend lassen wir noch einmal bei einer Pastamahlzeit in unserer Fischerhütte ausklingen und haben spät abends sogar Glück und sichten ein letztes Mal Nordlichter. Was für ein schönes Ende unserer Lofoten-Reise.
Nusfjord ist eines der ältesten und am besten erhaltenen Fischerdörfer Norwegens – ein echtes Juwel der Lofoten. Die gelben Rorbuer-Häuser schmiegen sich malerisch an die Felsen, und der kleine Hafen erzählt Geschichten vergangener Zeiten. Ein Spaziergang durch das Dorf fühlt sich an wie eine Reise in die Vergangenheit, begleitet vom Duft des Meeres.

Das Landhandleriet Café liegt mitten in Nusfjord und ist im historischen Kolonialwarenladen des Dorfes untergebracht. Zwischen alten Schubladen, Dosen und nostalgischen Details genießt du köstlichen Kuchen, Waffeln und frisch gebrühten Kaffee. Ein perfekter Ort, um in authentischer Atmosphäre kurz innezuhalten.

Roren ist ein Aussichtspunkt oberhalb von Flakstad, der mit einem fantastischen Blick auf den Strand und die umliegenden Berge beeindruckt. Der kurze Aufstieg lohnt sich – oben erwartet dich eine friedliche Stimmung und ein Panoramablick, der typisch für die Lofoten ist. Ideal für Fotos oder einfach, um die Natur in Ruhe zu genießen. Hier findest du eine Karte, auf der du Spaziergänge am Meer und entlang der Strände finden kannst.




An unserem letzten halben Tag auf den Lofoten erkunden wir das charmante Reine, welches oft als schönstes Dorf Norwegens bezeichnet wird. Und ja, das historische Zentrum mit den vielen roten Holzhäusern ist in Kombination mit Wasser- und Bergkulisse wirklich äußerst fotogen. Aber dadurch, dass dieser Teil des Ortes nur noch aus Ferienhäusern besteht, gefühlt auch etwas leblos. Trotzdem ist es definitiv einen Besuch wert! Viele starten in Reine auch auf die bekannte Wanderung zum Reinebringen, die wir aufgrund der später gebuchten Fähre auf ein nächstes Mal verschieben.
Weiter geht’s nach Sakrisøy, dem Durchfahrtsdorf mit den typisch gelben Häusern. Direkt neben dem durch Instagram bekannt gewordenen “gelben Haus” in Sakrisøy befindet sich das wohl bekannteste Fischrestaurant der Lofoten: Anita’s Sjømat. Hier kann man sich durch Spezialitäten wie Wal oder Stockfisch probieren, Delikatessen und Souvenirs kaufen oder den “Signature Dish” des Hauses essen: Fischburger. Der “Winnie The Pooh” Burger enthält neben einem Fischpatty auch Shrimps und geräucherten Lachs. Obwohl ich normalerweise vegetarisch unterwegs bin, mache ich in diesem Fall eine Fischausnahme. Und ich muss gestehen, es lohnt sich! Sogar für die wirklich deftigen Preise. Ein nettes Schmankerl ist zudem die Aussicht aufs Wasser, die Berge und das gelbe Haus.
Mit vollen Bäuchen fahren wir zum Fähranleger in Moskenes, wo wir uns in die Warteschlange einreihen und gut 3,5 h Fährfahrt später wohlbehalten in Bodø ankommen. Wir checken in unser modernes und schön am Hafen gelegenes Thon Hotel Nordlys ein und lassen unseren letzten Abend bei leckerer All-you-can-eat Pizza im Egon ausklingen. Das Hotel ist übrigens nicht nur aufgrund seiner tollen Nordlicht-Zimmer sondern auch wegen des überragenden Frühstücks, welches ich mir vor meinem Rückflug noch gönne, mega empfehlenswert. Parkplätze waren super ausgeschildert und einfach zu finden.
Reine ist eines der bekanntesten und fotogensten Dörfer der Lofoten – umgeben von dramatischen Bergen und tiefblauem Wasser. Die roten Fischerhütten, die sich entlang der Küste reihen, schaffen ein Postkartenmotiv, das kaum zu übertreffen ist. Ein Spaziergang durch das Dorf oder eine kurze Wanderung auf den Reinebringen bieten spektakuläre Ausblicke.

Sakrisøya ist eine kleine Insel direkt neben Reine, bekannt für ihre leuchtend gelben Rorbuer und ihre malerische Lage. Sie verbindet traditionelle Fischerdorf-Atmosphäre mit moderner Gemütlichkeit. Besonders schön ist der Blick auf die umliegenden Gipfel, die sich im klaren Wasser spiegeln.

Anita’s Sjømat ist ein kulinarisches Highlight auf Sakrisøya und ein Muss für Liebhaber frischer Meeresfrüchte. Hier gibt es hausgemachte Fischburger, Räucherlachs und lokale Spezialitäten direkt aus dem Meer. Der perfekte Ort für eine entspannte Mittagspause mit Blick auf die Berge und das Meer.

Moskenes ist der südlichste Fährhafen der Lofoten und das Tor zum Festland. Von hier aus kannst du mit der Fähre nach Bodø übersetzen – eine der schönsten Fährstrecken Norwegens, vorbei an dramatischen Küstenlandschaften und kleinen Inseln. Der Ort selbst bietet eine ruhige Atmosphäre und ist ein idealer Abschlusspunkt deiner Lofoten-Reise. Fährtickets können Sie hier kaufen.
Bodø liegt nördlich des Polarkreises und ist bekannt für seine moderne Architektur, lebendige Kulturszene und atemberaubende Natur. Die Stadt ist Ausgangspunkt für viele Abenteuer – von Bootstouren über den mächtigen Saltstraumen bis hin zu Wanderungen mit Blick auf das Nordmeer. Ein perfekter Ort, um deine Reise entspannt ausklingen zu lassen.



Am letzen Tag haben wir unseren Mietwagen abgegeben und uns vom Flughafen aus auf den Heimweg gemacht.

















Am ersten Tag meiner Lofoten-Reise kam ich mit dem Flugzeug in Bodø an und nahm meinen Mietwagen entgegen.
Bodø ist eine lebendige Küstenstadt mit einer spannenden Mischung aus Natur, Kultur und nordischem Flair. Hier treffen moderne Architektur und gemütliche Cafés auf spektakuläre Landschaften - von zerklüfteten Küsten bis hin zu majestätischen Bergen. Besonders beeindruckend ist der Saltstraumen, einer der stärksten Gezeitenströme der Welt, nur wenige Kilometer außerhalb der Stadt. Im Sommer bietet Bodø endlose Tage voller Licht, im Winter beste Chancen auf Nordlichter - ein idealer Ort für Abenteuer und Erholung zugleich.



Nun konnte der Roadtrip endlich wirklich losgehen. Und wir genossen jede Sekunde der Fahrt durch die herbstlich bunt gefärbte Landschaft. Das Wetter war uns wohlgesinnt und wir stoppten gefühlt an jeder Ecke. Aber genau das macht einen Lofoten Roadtrip meiner Meinung nach aus!
Als wir die Lofoten Apartments, unsere Unterkunft für die nächsten beiden Nächte erreichten, war unser Glück perfekt. Diese befindet sich nämlich im Gebäude eines ehemaligen Fischverarbeitungsbetriebs. Was die Lage direkt am Wasser in einem kleinen Fjord erklärt. Wir sind sprachlos. Als könnte es nicht schöner werden, werden wir am selben Abend sogar noch mit über den Himmel tanzenden Nordlichtern belohnt. Was für ein Empfang auf den Lofoten!
Von Bodø gelangst du mit der Fähre bequem zu den Lofoten. Die gängigste Verbindung führt von Bodø nach Moskenes und dauert etwa eine Stunde – Autos können problemlos mitgenommen werden. Sie können die Fähre beispielsweise hier kaufen.



Dass bei einem Lofoten Roadtrip nicht immer die Sonne scheint, bekamen wir am dritten Tag zu spüren. Es regnete. Und das den ganzen Tag. Davon ließen wir uns aber nicht unterkriegen und erkundeten in Regenkluft gehüllt das Fischerdorf Henningsvaer, welches sich über acht einzelne Inseln erstreckt, die durch Brücken miteinander verbunden sind. Daher trägt es auch den Beinamen “Venedig des Nordens”. Berühmt ist Henningsvaer vor allem für seinen Fußballplatz, der aus der Vogel-/ Drohenperspektive bombastisch aussieht.
Ein absolutes Must Do in Hennigsvaer ist das Café Klatrekafeen, in dem es so gemütlich war, dass wir dort den halben Tag versackten. Mit dem – unserer Meinung nach – besten Blick auf Hennigsvaer. Anschließend versuchten wir uns noch an der Wanderung auf den Heia, die wir aber aufgrund der wirklich nass-rutschigen Verhältnisse nach dreiviertel des Weges abbrechen. Sicherheit geht vor. Auf dem Heimweg stoppten wir noch beim sogar bei schlechtem Wetter sehenswerten Rørvikstranda. Parkplätze waren super ausgeschildert und einfach zu finden.
Henningsvær, oft als „Venedig der Lofoten“ bezeichnet, ist ein charmantes Fischerdorf auf kleinen Inseln, verbunden durch Brücken. Die bunten Holzhäuser, gemütlichen Cafés und das atemberaubende Bergpanorama schaffen eine einmalige Atmosphäre. Perfekt, um durch die Gassen zu schlendern und das authentische Inselleben zu erleben.

Die Klatrekaféen ist das Herz von Henningsvær - ein gemütliches Café und Treffpunkt für Kletterer, Reisende und Einheimische. Bei hausgemachtem Kuchen, deftigen Suppen und norwegischem Kaffee kannst du hier wunderbar entspannen. Ideal, um sich nach einem Abenteuer aufzuwärmen oder neue Touren zu planen.

Der Rørvikstranda ist ein verstecktes Juwel mit türkisblauem Wasser und feinem, hellem Sand - fast karibisch, nur mit nordischem Flair. Umgeben von Bergen bietet der Strand eine beeindruckende Kulisse für Spaziergänge, Picknicks oder Fotos. Besonders schön bei Sonnenuntergang, wenn das Licht die Landschaft in warme Farben taucht.




An Tag 4 unserer Reise war uns das Wetter wieder wohlgesinnt und so machten wir bei schönstem Wetter – unterbrochen von den obligatorischen Fotostopps – auf den Weg zum Wikingermuseum Borg. Dabei handelt es sich um eine Kombi aus Indoor-Museum mit Audio Guide und Freilichtmuseum mit Live-Akteuren, die Ihr Handwerk erklären und äußerst mitreißend über die Wikingerzeit erzählen. Vor Ort wurde das größte Langhaus (83 m) aus der Wikingerzeit gefunden, welches auf dem Gelände nachgebaut wurde. Sehr beeindruckend und definitiv empfehlenswert!
Anschließend ging es auf einen Kaffee und ein leckeres Stück Kuchen zum gemütlichen Huset Kafé in Leknes bevor ich mich pünktlich zur goldenen Stunde an den Aufstieg auf den Offersøykammen machte. Im Nachhinein für mich die allerschönste Wanderung auf den Lofoten, welche die Strapazen des Aufstiegs mit einem unglaublichen 360 Grad Blick belohnt. Den Abend lassen wir bei Pasta und Radler in unserer nächsten Unterkunft, den gemütlichen Buodden Rorbuer in Sørvågen ausklingen. Parkplätze waren super ausgeschildert und einfach zu finden.
Im Lofotr Viking Museum in Borg tauchst du tief in die Welt der Wikinger ein. Das beeindruckend rekonstruierte Langhaus zeigt, wie die Menschen vor über 1.000 Jahren lebten, arbeiteten und feierten. Mit interaktiven Ausstellungen und authentischen Aktivitäten wird Geschichte hier lebendig – ein Highlight für Kultur- und Geschichtsfans.

Das Huset Kafé ist ein gemütliches Café mit hausgemachten Backwaren, regionalen Spezialitäten und einem charmanten, rustikalen Ambiente. Perfekt für eine Pause nach dem Museumsbesuch oder einer Wanderung. Besonders empfehlenswert sind die frischen Zimtschnecken und der kräftige norwegische Kaffee.

Der Aufstieg auf den Offersøykammen ist kurz, aber belohnt dich mit einem der schönsten Panoramablicke der Lofoten. Von oben siehst du türkisblaues Meer, dramatische Berge und kleine Inseln, die sich in der Ferne verlieren. Ideal für eine spontane Wanderung bei gutem Wetter – besonders schön zum Sonnenuntergang.




An Tag 5 machten wir am Vormittag das Örtchen mit dem wohl kürzesten Namen der Welt, Å, unsicher. Å ist das südlichste Dorf der Lofoten und war früher ein wichtiges Fischerdorf, dessen Geschichte und Kultur bis heute im Norwegian Fishing Village Museum fortlebt. Gegen ein Eintrittsgeld kann man die Fischerhütten besichtigen und die darin ausgestellte traditionelle (Handwerks)Kunst bewundern. Wir begnügen uns damit, die hübschen Holzhäuschen von außen zu betrachten, aber lassen es uns nicht nehmen, bei der Bakeriet på Å die berühmten, wie anno dazumal im Holzofen gebackenen Zimtschnecken zu testen. Fazit: Wirklich gut und ihre knapp 5 Euro (pro Stück) auf jeden Fall wert.
Zur Mittagszeit brechen wir zu einer vielversprechenden Wanderung auf: Der zum Kvalvika Strand, welcher lediglich zu Fuß erreicht werden kann. Entgegen mancher Berichte ist diese gut machbar, allerdings erfordert der Abstieg zur Bucht auf den teilweise glatten Steinen Trittsicherheit. Entsprechendes Schuhwerk ist daher Pflicht. Der Kvalvika Strand wird aufgrund seiner Lage, eingeschlossen von hohen Bergen, seinem fast weißen Sand und dem türkisen Wasser als einder der schönsten Strände Norwegens bezeichnet. Zudem ist er bei Surfern äußerst beliebt. So beliebt, dass zwei junge Norweger hier 2012 einen ganzen Winter in einer selbst gebauten Unterkunft, die an eine Hobbithöhle erinnert, verbracht haben. Die Hütte und die Toilette stehen noch heute und können besichtigt bzw. genutzt werden. Den Film über den Aufenthalt der Jungs in der Bucht heißt “Nordfor Sola” und ist auf Netflix zu finden. Neben der Hütte gibt es am Strand von Kvalvika noch eine sehr coole, selbstgebaute Schaukel mit Meerblick. Zudem dient der Strand auch als Ausgangspunkt auf den Berg Ryten, der unvergleichliche Weitblicke bietet. Diesen habe ich mir für einen nächsten Besuch vorgenommen. Parkplätze waren super ausgeschildert und einfach zu finden.
Å ist das letzte Dorf am Ende der Lofotenstraße und wirkt wie ein Freilichtmuseum - charmant, ruhig und voller Geschichte. Zwischen den bunten Fischerhäusern kannst du das traditionelle Leben der Lofotfischer entdecken. Besonders bekannt ist der charakteristische Geruch des getrockneten Stockfischs, der hier überall in der Luft liegt.

Das Bakeriet på Å ist eine der ältesten Bäckereien Norwegens und ein absolutes Muss für Feinschmecker. In dem historischen Holzhaus werden nach alten Rezepten Zimtschnecken, Brote und Gebäck im Holzofen gebacken. Der Duft frischer Backwaren zieht durch das ganze Dorf – perfekt für eine kleine Pause mit Kaffee.

Der Kvalvika Beach ist einer der bekanntesten Strände der Lofoten – abgeschieden, wild und nur zu Fuß erreichbar. Nach einer etwa einstündigen Wanderung wirst du mit einem atemberaubenden Blick auf den goldenen Sandstrand zwischen hohen Bergen belohnt. Ein magischer Ort, besonders bei Sonnenuntergang oder Mitternachtssonne. Hier findest du Karten zum Trail.




An unserem letzten ganzen Tag haben wir uns das Örtchen Nusfjord vorgenommen, welches das älteste und am besten erhaltenste Fischerdorf Norwegens ist und zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Heutzutage ist das Dorf halb Hotel, halb Museum und hat daher sehr eingeschränkte Öffnungszeiten (12:00 – 15:00 Uhr).
Unterwegs halten wir noch an zwei Fotospots. Der erste ist das bekannte “rote Haus”, welches im Grunde genommen eine recht herruntergekommene Hütte in famoser Lage am Ramberg Strand (Koordinaten: 68.09808, 13.2435) ist. Nichtsdestotrotz ein toller Fotospot.
Das nächste Mal stoppen wir auf der Straße nach Nusfjord, welche absolut fotogen auf eine Felswand zuläuft und von bunt gefärbten Bäumen gesäumt wird.
Schließlich erreichen wir das ehemalige Fischerdörfchen Nusfjord und parken am PKW-Parkplatz über dem Dorf. Hier lohnt es sich, einen kleinen Abstecher auf die Steine oberhalb zu machen, von dort aus hat man einen tollen Blick aufs Dorf. Der Eintrittspreis zum Dorf schlägt mit 100 NOK zu Buche, dafür dürfen wir alle der Öffentlichkeit zugänglichen Gebäude besuchen. Das Dörfchen mit seinen gelben und roten Holzhäusern, eingebettet in eine majestätische Bergkulisse, ist wirklich äußerst fotogen, jedoch finde ich persönlich den Mix aus Hotel und Museum etwas merkwürdig. Die Bäckerei ist bei unserem Besuch bereits für die Saison geschlossen, aber ich verliebe mich in den ehemaligen Tante Emma Laden Landhandleriet Café mit seinen türkisgrünen Einbauschränken und anno dazumal Flair. Zu diesem gehört auch ein kleines Café mit Vintagemöbeln, in welchem wir superleckere Waffeln mit Marmelade und Sahne verspeisen (so lecker, dass wir sogar Nachschub bestellen). Parkplätze waren super ausgeschildert und einfach zu finden.
Anschließend fahren wir weiter nach Fredvang, Startpunkt unserer Wanderung zum Yttersandheia. Diese Wanderung ist von den Höhenmetern abgesehen sehr einfach zu gehen, aber bietet wirklich atemberaubende Weitblicke. Ganz große Empfehlung meinerseits! Den letzten Abend lassen wir noch einmal bei einer Pastamahlzeit in unserer Fischerhütte ausklingen und haben spät abends sogar Glück und sichten ein letztes Mal Nordlichter. Was für ein schönes Ende unserer Lofoten-Reise.
Nusfjord ist eines der ältesten und am besten erhaltenen Fischerdörfer Norwegens – ein echtes Juwel der Lofoten. Die gelben Rorbuer-Häuser schmiegen sich malerisch an die Felsen, und der kleine Hafen erzählt Geschichten vergangener Zeiten. Ein Spaziergang durch das Dorf fühlt sich an wie eine Reise in die Vergangenheit, begleitet vom Duft des Meeres.

Das Landhandleriet Café liegt mitten in Nusfjord und ist im historischen Kolonialwarenladen des Dorfes untergebracht. Zwischen alten Schubladen, Dosen und nostalgischen Details genießt du köstlichen Kuchen, Waffeln und frisch gebrühten Kaffee. Ein perfekter Ort, um in authentischer Atmosphäre kurz innezuhalten.

Roren ist ein Aussichtspunkt oberhalb von Flakstad, der mit einem fantastischen Blick auf den Strand und die umliegenden Berge beeindruckt. Der kurze Aufstieg lohnt sich – oben erwartet dich eine friedliche Stimmung und ein Panoramablick, der typisch für die Lofoten ist. Ideal für Fotos oder einfach, um die Natur in Ruhe zu genießen. Hier findest du eine Karte, auf der du Spaziergänge am Meer und entlang der Strände finden kannst.




An unserem letzten halben Tag auf den Lofoten erkunden wir das charmante Reine, welches oft als schönstes Dorf Norwegens bezeichnet wird. Und ja, das historische Zentrum mit den vielen roten Holzhäusern ist in Kombination mit Wasser- und Bergkulisse wirklich äußerst fotogen. Aber dadurch, dass dieser Teil des Ortes nur noch aus Ferienhäusern besteht, gefühlt auch etwas leblos. Trotzdem ist es definitiv einen Besuch wert! Viele starten in Reine auch auf die bekannte Wanderung zum Reinebringen, die wir aufgrund der später gebuchten Fähre auf ein nächstes Mal verschieben.
Weiter geht’s nach Sakrisøy, dem Durchfahrtsdorf mit den typisch gelben Häusern. Direkt neben dem durch Instagram bekannt gewordenen “gelben Haus” in Sakrisøy befindet sich das wohl bekannteste Fischrestaurant der Lofoten: Anita’s Sjømat. Hier kann man sich durch Spezialitäten wie Wal oder Stockfisch probieren, Delikatessen und Souvenirs kaufen oder den “Signature Dish” des Hauses essen: Fischburger. Der “Winnie The Pooh” Burger enthält neben einem Fischpatty auch Shrimps und geräucherten Lachs. Obwohl ich normalerweise vegetarisch unterwegs bin, mache ich in diesem Fall eine Fischausnahme. Und ich muss gestehen, es lohnt sich! Sogar für die wirklich deftigen Preise. Ein nettes Schmankerl ist zudem die Aussicht aufs Wasser, die Berge und das gelbe Haus.
Mit vollen Bäuchen fahren wir zum Fähranleger in Moskenes, wo wir uns in die Warteschlange einreihen und gut 3,5 h Fährfahrt später wohlbehalten in Bodø ankommen. Wir checken in unser modernes und schön am Hafen gelegenes Thon Hotel Nordlys ein und lassen unseren letzten Abend bei leckerer All-you-can-eat Pizza im Egon ausklingen. Das Hotel ist übrigens nicht nur aufgrund seiner tollen Nordlicht-Zimmer sondern auch wegen des überragenden Frühstücks, welches ich mir vor meinem Rückflug noch gönne, mega empfehlenswert. Parkplätze waren super ausgeschildert und einfach zu finden.
Reine ist eines der bekanntesten und fotogensten Dörfer der Lofoten – umgeben von dramatischen Bergen und tiefblauem Wasser. Die roten Fischerhütten, die sich entlang der Küste reihen, schaffen ein Postkartenmotiv, das kaum zu übertreffen ist. Ein Spaziergang durch das Dorf oder eine kurze Wanderung auf den Reinebringen bieten spektakuläre Ausblicke.

Sakrisøya ist eine kleine Insel direkt neben Reine, bekannt für ihre leuchtend gelben Rorbuer und ihre malerische Lage. Sie verbindet traditionelle Fischerdorf-Atmosphäre mit moderner Gemütlichkeit. Besonders schön ist der Blick auf die umliegenden Gipfel, die sich im klaren Wasser spiegeln.

Anita’s Sjømat ist ein kulinarisches Highlight auf Sakrisøya und ein Muss für Liebhaber frischer Meeresfrüchte. Hier gibt es hausgemachte Fischburger, Räucherlachs und lokale Spezialitäten direkt aus dem Meer. Der perfekte Ort für eine entspannte Mittagspause mit Blick auf die Berge und das Meer.

Moskenes ist der südlichste Fährhafen der Lofoten und das Tor zum Festland. Von hier aus kannst du mit der Fähre nach Bodø übersetzen – eine der schönsten Fährstrecken Norwegens, vorbei an dramatischen Küstenlandschaften und kleinen Inseln. Der Ort selbst bietet eine ruhige Atmosphäre und ist ein idealer Abschlusspunkt deiner Lofoten-Reise. Fährtickets können Sie hier kaufen.
Bodø liegt nördlich des Polarkreises und ist bekannt für seine moderne Architektur, lebendige Kulturszene und atemberaubende Natur. Die Stadt ist Ausgangspunkt für viele Abenteuer – von Bootstouren über den mächtigen Saltstraumen bis hin zu Wanderungen mit Blick auf das Nordmeer. Ein perfekter Ort, um deine Reise entspannt ausklingen zu lassen.



Am letzen Tag haben wir unseren Mietwagen abgegeben und uns vom Flughafen aus auf den Heimweg gemacht.
Am ersten Tag meiner Lofoten-Reise kam ich mit dem Flugzeug in Bodø an und nahm meinen Mietwagen entgegen.
Bodø ist eine lebendige Küstenstadt mit einer spannenden Mischung aus Natur, Kultur und nordischem Flair. Hier treffen moderne Architektur und gemütliche Cafés auf spektakuläre Landschaften - von zerklüfteten Küsten bis hin zu majestätischen Bergen. Besonders beeindruckend ist der Saltstraumen, einer der stärksten Gezeitenströme der Welt, nur wenige Kilometer außerhalb der Stadt. Im Sommer bietet Bodø endlose Tage voller Licht, im Winter beste Chancen auf Nordlichter - ein idealer Ort für Abenteuer und Erholung zugleich.



Nun konnte der Roadtrip endlich wirklich losgehen. Und wir genossen jede Sekunde der Fahrt durch die herbstlich bunt gefärbte Landschaft. Das Wetter war uns wohlgesinnt und wir stoppten gefühlt an jeder Ecke. Aber genau das macht einen Lofoten Roadtrip meiner Meinung nach aus!
Als wir die Lofoten Apartments, unsere Unterkunft für die nächsten beiden Nächte erreichten, war unser Glück perfekt. Diese befindet sich nämlich im Gebäude eines ehemaligen Fischverarbeitungsbetriebs. Was die Lage direkt am Wasser in einem kleinen Fjord erklärt. Wir sind sprachlos. Als könnte es nicht schöner werden, werden wir am selben Abend sogar noch mit über den Himmel tanzenden Nordlichtern belohnt. Was für ein Empfang auf den Lofoten!
Von Bodø gelangst du mit der Fähre bequem zu den Lofoten. Die gängigste Verbindung führt von Bodø nach Moskenes und dauert etwa eine Stunde – Autos können problemlos mitgenommen werden. Sie können die Fähre beispielsweise hier kaufen.



Dass bei einem Lofoten Roadtrip nicht immer die Sonne scheint, bekamen wir am dritten Tag zu spüren. Es regnete. Und das den ganzen Tag. Davon ließen wir uns aber nicht unterkriegen und erkundeten in Regenkluft gehüllt das Fischerdorf Henningsvaer, welches sich über acht einzelne Inseln erstreckt, die durch Brücken miteinander verbunden sind. Daher trägt es auch den Beinamen “Venedig des Nordens”. Berühmt ist Henningsvaer vor allem für seinen Fußballplatz, der aus der Vogel-/ Drohenperspektive bombastisch aussieht.
Ein absolutes Must Do in Hennigsvaer ist das Café Klatrekafeen, in dem es so gemütlich war, dass wir dort den halben Tag versackten. Mit dem – unserer Meinung nach – besten Blick auf Hennigsvaer. Anschließend versuchten wir uns noch an der Wanderung auf den Heia, die wir aber aufgrund der wirklich nass-rutschigen Verhältnisse nach dreiviertel des Weges abbrechen. Sicherheit geht vor. Auf dem Heimweg stoppten wir noch beim sogar bei schlechtem Wetter sehenswerten Rørvikstranda. Parkplätze waren super ausgeschildert und einfach zu finden.
Henningsvær, oft als „Venedig der Lofoten“ bezeichnet, ist ein charmantes Fischerdorf auf kleinen Inseln, verbunden durch Brücken. Die bunten Holzhäuser, gemütlichen Cafés und das atemberaubende Bergpanorama schaffen eine einmalige Atmosphäre. Perfekt, um durch die Gassen zu schlendern und das authentische Inselleben zu erleben.

Die Klatrekaféen ist das Herz von Henningsvær - ein gemütliches Café und Treffpunkt für Kletterer, Reisende und Einheimische. Bei hausgemachtem Kuchen, deftigen Suppen und norwegischem Kaffee kannst du hier wunderbar entspannen. Ideal, um sich nach einem Abenteuer aufzuwärmen oder neue Touren zu planen.

Der Rørvikstranda ist ein verstecktes Juwel mit türkisblauem Wasser und feinem, hellem Sand - fast karibisch, nur mit nordischem Flair. Umgeben von Bergen bietet der Strand eine beeindruckende Kulisse für Spaziergänge, Picknicks oder Fotos. Besonders schön bei Sonnenuntergang, wenn das Licht die Landschaft in warme Farben taucht.




An Tag 4 unserer Reise war uns das Wetter wieder wohlgesinnt und so machten wir bei schönstem Wetter – unterbrochen von den obligatorischen Fotostopps – auf den Weg zum Wikingermuseum Borg. Dabei handelt es sich um eine Kombi aus Indoor-Museum mit Audio Guide und Freilichtmuseum mit Live-Akteuren, die Ihr Handwerk erklären und äußerst mitreißend über die Wikingerzeit erzählen. Vor Ort wurde das größte Langhaus (83 m) aus der Wikingerzeit gefunden, welches auf dem Gelände nachgebaut wurde. Sehr beeindruckend und definitiv empfehlenswert!
Anschließend ging es auf einen Kaffee und ein leckeres Stück Kuchen zum gemütlichen Huset Kafé in Leknes bevor ich mich pünktlich zur goldenen Stunde an den Aufstieg auf den Offersøykammen machte. Im Nachhinein für mich die allerschönste Wanderung auf den Lofoten, welche die Strapazen des Aufstiegs mit einem unglaublichen 360 Grad Blick belohnt. Den Abend lassen wir bei Pasta und Radler in unserer nächsten Unterkunft, den gemütlichen Buodden Rorbuer in Sørvågen ausklingen. Parkplätze waren super ausgeschildert und einfach zu finden.
Im Lofotr Viking Museum in Borg tauchst du tief in die Welt der Wikinger ein. Das beeindruckend rekonstruierte Langhaus zeigt, wie die Menschen vor über 1.000 Jahren lebten, arbeiteten und feierten. Mit interaktiven Ausstellungen und authentischen Aktivitäten wird Geschichte hier lebendig – ein Highlight für Kultur- und Geschichtsfans.

Das Huset Kafé ist ein gemütliches Café mit hausgemachten Backwaren, regionalen Spezialitäten und einem charmanten, rustikalen Ambiente. Perfekt für eine Pause nach dem Museumsbesuch oder einer Wanderung. Besonders empfehlenswert sind die frischen Zimtschnecken und der kräftige norwegische Kaffee.

Der Aufstieg auf den Offersøykammen ist kurz, aber belohnt dich mit einem der schönsten Panoramablicke der Lofoten. Von oben siehst du türkisblaues Meer, dramatische Berge und kleine Inseln, die sich in der Ferne verlieren. Ideal für eine spontane Wanderung bei gutem Wetter – besonders schön zum Sonnenuntergang.




An Tag 5 machten wir am Vormittag das Örtchen mit dem wohl kürzesten Namen der Welt, Å, unsicher. Å ist das südlichste Dorf der Lofoten und war früher ein wichtiges Fischerdorf, dessen Geschichte und Kultur bis heute im Norwegian Fishing Village Museum fortlebt. Gegen ein Eintrittsgeld kann man die Fischerhütten besichtigen und die darin ausgestellte traditionelle (Handwerks)Kunst bewundern. Wir begnügen uns damit, die hübschen Holzhäuschen von außen zu betrachten, aber lassen es uns nicht nehmen, bei der Bakeriet på Å die berühmten, wie anno dazumal im Holzofen gebackenen Zimtschnecken zu testen. Fazit: Wirklich gut und ihre knapp 5 Euro (pro Stück) auf jeden Fall wert.
Zur Mittagszeit brechen wir zu einer vielversprechenden Wanderung auf: Der zum Kvalvika Strand, welcher lediglich zu Fuß erreicht werden kann. Entgegen mancher Berichte ist diese gut machbar, allerdings erfordert der Abstieg zur Bucht auf den teilweise glatten Steinen Trittsicherheit. Entsprechendes Schuhwerk ist daher Pflicht. Der Kvalvika Strand wird aufgrund seiner Lage, eingeschlossen von hohen Bergen, seinem fast weißen Sand und dem türkisen Wasser als einder der schönsten Strände Norwegens bezeichnet. Zudem ist er bei Surfern äußerst beliebt. So beliebt, dass zwei junge Norweger hier 2012 einen ganzen Winter in einer selbst gebauten Unterkunft, die an eine Hobbithöhle erinnert, verbracht haben. Die Hütte und die Toilette stehen noch heute und können besichtigt bzw. genutzt werden. Den Film über den Aufenthalt der Jungs in der Bucht heißt “Nordfor Sola” und ist auf Netflix zu finden. Neben der Hütte gibt es am Strand von Kvalvika noch eine sehr coole, selbstgebaute Schaukel mit Meerblick. Zudem dient der Strand auch als Ausgangspunkt auf den Berg Ryten, der unvergleichliche Weitblicke bietet. Diesen habe ich mir für einen nächsten Besuch vorgenommen. Parkplätze waren super ausgeschildert und einfach zu finden.
Å ist das letzte Dorf am Ende der Lofotenstraße und wirkt wie ein Freilichtmuseum - charmant, ruhig und voller Geschichte. Zwischen den bunten Fischerhäusern kannst du das traditionelle Leben der Lofotfischer entdecken. Besonders bekannt ist der charakteristische Geruch des getrockneten Stockfischs, der hier überall in der Luft liegt.

Das Bakeriet på Å ist eine der ältesten Bäckereien Norwegens und ein absolutes Muss für Feinschmecker. In dem historischen Holzhaus werden nach alten Rezepten Zimtschnecken, Brote und Gebäck im Holzofen gebacken. Der Duft frischer Backwaren zieht durch das ganze Dorf – perfekt für eine kleine Pause mit Kaffee.

Der Kvalvika Beach ist einer der bekanntesten Strände der Lofoten – abgeschieden, wild und nur zu Fuß erreichbar. Nach einer etwa einstündigen Wanderung wirst du mit einem atemberaubenden Blick auf den goldenen Sandstrand zwischen hohen Bergen belohnt. Ein magischer Ort, besonders bei Sonnenuntergang oder Mitternachtssonne. Hier findest du Karten zum Trail.




An unserem letzten ganzen Tag haben wir uns das Örtchen Nusfjord vorgenommen, welches das älteste und am besten erhaltenste Fischerdorf Norwegens ist und zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Heutzutage ist das Dorf halb Hotel, halb Museum und hat daher sehr eingeschränkte Öffnungszeiten (12:00 – 15:00 Uhr).
Unterwegs halten wir noch an zwei Fotospots. Der erste ist das bekannte “rote Haus”, welches im Grunde genommen eine recht herruntergekommene Hütte in famoser Lage am Ramberg Strand (Koordinaten: 68.09808, 13.2435) ist. Nichtsdestotrotz ein toller Fotospot.
Das nächste Mal stoppen wir auf der Straße nach Nusfjord, welche absolut fotogen auf eine Felswand zuläuft und von bunt gefärbten Bäumen gesäumt wird.
Schließlich erreichen wir das ehemalige Fischerdörfchen Nusfjord und parken am PKW-Parkplatz über dem Dorf. Hier lohnt es sich, einen kleinen Abstecher auf die Steine oberhalb zu machen, von dort aus hat man einen tollen Blick aufs Dorf. Der Eintrittspreis zum Dorf schlägt mit 100 NOK zu Buche, dafür dürfen wir alle der Öffentlichkeit zugänglichen Gebäude besuchen. Das Dörfchen mit seinen gelben und roten Holzhäusern, eingebettet in eine majestätische Bergkulisse, ist wirklich äußerst fotogen, jedoch finde ich persönlich den Mix aus Hotel und Museum etwas merkwürdig. Die Bäckerei ist bei unserem Besuch bereits für die Saison geschlossen, aber ich verliebe mich in den ehemaligen Tante Emma Laden Landhandleriet Café mit seinen türkisgrünen Einbauschränken und anno dazumal Flair. Zu diesem gehört auch ein kleines Café mit Vintagemöbeln, in welchem wir superleckere Waffeln mit Marmelade und Sahne verspeisen (so lecker, dass wir sogar Nachschub bestellen). Parkplätze waren super ausgeschildert und einfach zu finden.
Anschließend fahren wir weiter nach Fredvang, Startpunkt unserer Wanderung zum Yttersandheia. Diese Wanderung ist von den Höhenmetern abgesehen sehr einfach zu gehen, aber bietet wirklich atemberaubende Weitblicke. Ganz große Empfehlung meinerseits! Den letzten Abend lassen wir noch einmal bei einer Pastamahlzeit in unserer Fischerhütte ausklingen und haben spät abends sogar Glück und sichten ein letztes Mal Nordlichter. Was für ein schönes Ende unserer Lofoten-Reise.
Nusfjord ist eines der ältesten und am besten erhaltenen Fischerdörfer Norwegens – ein echtes Juwel der Lofoten. Die gelben Rorbuer-Häuser schmiegen sich malerisch an die Felsen, und der kleine Hafen erzählt Geschichten vergangener Zeiten. Ein Spaziergang durch das Dorf fühlt sich an wie eine Reise in die Vergangenheit, begleitet vom Duft des Meeres.

Das Landhandleriet Café liegt mitten in Nusfjord und ist im historischen Kolonialwarenladen des Dorfes untergebracht. Zwischen alten Schubladen, Dosen und nostalgischen Details genießt du köstlichen Kuchen, Waffeln und frisch gebrühten Kaffee. Ein perfekter Ort, um in authentischer Atmosphäre kurz innezuhalten.

Roren ist ein Aussichtspunkt oberhalb von Flakstad, der mit einem fantastischen Blick auf den Strand und die umliegenden Berge beeindruckt. Der kurze Aufstieg lohnt sich – oben erwartet dich eine friedliche Stimmung und ein Panoramablick, der typisch für die Lofoten ist. Ideal für Fotos oder einfach, um die Natur in Ruhe zu genießen. Hier findest du eine Karte, auf der du Spaziergänge am Meer und entlang der Strände finden kannst.




An unserem letzten halben Tag auf den Lofoten erkunden wir das charmante Reine, welches oft als schönstes Dorf Norwegens bezeichnet wird. Und ja, das historische Zentrum mit den vielen roten Holzhäusern ist in Kombination mit Wasser- und Bergkulisse wirklich äußerst fotogen. Aber dadurch, dass dieser Teil des Ortes nur noch aus Ferienhäusern besteht, gefühlt auch etwas leblos. Trotzdem ist es definitiv einen Besuch wert! Viele starten in Reine auch auf die bekannte Wanderung zum Reinebringen, die wir aufgrund der später gebuchten Fähre auf ein nächstes Mal verschieben.
Weiter geht’s nach Sakrisøy, dem Durchfahrtsdorf mit den typisch gelben Häusern. Direkt neben dem durch Instagram bekannt gewordenen “gelben Haus” in Sakrisøy befindet sich das wohl bekannteste Fischrestaurant der Lofoten: Anita’s Sjømat. Hier kann man sich durch Spezialitäten wie Wal oder Stockfisch probieren, Delikatessen und Souvenirs kaufen oder den “Signature Dish” des Hauses essen: Fischburger. Der “Winnie The Pooh” Burger enthält neben einem Fischpatty auch Shrimps und geräucherten Lachs. Obwohl ich normalerweise vegetarisch unterwegs bin, mache ich in diesem Fall eine Fischausnahme. Und ich muss gestehen, es lohnt sich! Sogar für die wirklich deftigen Preise. Ein nettes Schmankerl ist zudem die Aussicht aufs Wasser, die Berge und das gelbe Haus.
Mit vollen Bäuchen fahren wir zum Fähranleger in Moskenes, wo wir uns in die Warteschlange einreihen und gut 3,5 h Fährfahrt später wohlbehalten in Bodø ankommen. Wir checken in unser modernes und schön am Hafen gelegenes Thon Hotel Nordlys ein und lassen unseren letzten Abend bei leckerer All-you-can-eat Pizza im Egon ausklingen. Das Hotel ist übrigens nicht nur aufgrund seiner tollen Nordlicht-Zimmer sondern auch wegen des überragenden Frühstücks, welches ich mir vor meinem Rückflug noch gönne, mega empfehlenswert. Parkplätze waren super ausgeschildert und einfach zu finden.
Reine ist eines der bekanntesten und fotogensten Dörfer der Lofoten – umgeben von dramatischen Bergen und tiefblauem Wasser. Die roten Fischerhütten, die sich entlang der Küste reihen, schaffen ein Postkartenmotiv, das kaum zu übertreffen ist. Ein Spaziergang durch das Dorf oder eine kurze Wanderung auf den Reinebringen bieten spektakuläre Ausblicke.

Sakrisøya ist eine kleine Insel direkt neben Reine, bekannt für ihre leuchtend gelben Rorbuer und ihre malerische Lage. Sie verbindet traditionelle Fischerdorf-Atmosphäre mit moderner Gemütlichkeit. Besonders schön ist der Blick auf die umliegenden Gipfel, die sich im klaren Wasser spiegeln.

Anita’s Sjømat ist ein kulinarisches Highlight auf Sakrisøya und ein Muss für Liebhaber frischer Meeresfrüchte. Hier gibt es hausgemachte Fischburger, Räucherlachs und lokale Spezialitäten direkt aus dem Meer. Der perfekte Ort für eine entspannte Mittagspause mit Blick auf die Berge und das Meer.

Moskenes ist der südlichste Fährhafen der Lofoten und das Tor zum Festland. Von hier aus kannst du mit der Fähre nach Bodø übersetzen – eine der schönsten Fährstrecken Norwegens, vorbei an dramatischen Küstenlandschaften und kleinen Inseln. Der Ort selbst bietet eine ruhige Atmosphäre und ist ein idealer Abschlusspunkt deiner Lofoten-Reise. Fährtickets können Sie hier kaufen.
Bodø liegt nördlich des Polarkreises und ist bekannt für seine moderne Architektur, lebendige Kulturszene und atemberaubende Natur. Die Stadt ist Ausgangspunkt für viele Abenteuer – von Bootstouren über den mächtigen Saltstraumen bis hin zu Wanderungen mit Blick auf das Nordmeer. Ein perfekter Ort, um deine Reise entspannt ausklingen zu lassen.



Am letzen Tag haben wir unseren Mietwagen abgegeben und uns vom Flughafen aus auf den Heimweg gemacht.